Detailinformationen

Autor

Daniel Neuen

Redakteur

verfasst am

26.01.2011

im Heft

1/2011

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In der Kritik: Das Fernsehprogramm der Bundesagentur für Arbeit.

Bundesagentur für Arbeit

Ärger um Behörden-TV

John-Philip Hammersen, Kommunikationschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), wehrt sich gegen eine Rüge des Bundesrechnungshofs. Die Finanzkontrolleure hatten das Mitarbeiterfernsehen „BAdirekt“ kritisiert: Von zu viel Geld für zu wenig Wirkung berichtete im Dezember die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf einen Bericht des Rechnungshofs. Dem Behörden-TV drohe das Aus, ließ der SZ-Artikel durchscheinen.

Hammersen sieht das anders: Monatlich würden sich 70.000 der 120.000 BA-Mitarbeiter die zehn- bis zwölfminütige Sendung anschauen, die alle zwei Wochen ins Intranet gestellt wird. „Die Abrufzahlen geben uns Recht“, so Hammersen. „Vorstand und Verwaltungsrat stehen hinter dem Medium. Ich spüre keinen Veränderungsdruck.“ Gleichwohl folgt die BA der Forderung des Bundesrechnungshofs, Ende 2012 eine neue Wirtschaftlichkeitsprüfung durchzuführen.

Ziel von „BA direkt“ ist es, die interne Kommunikation zu verbessern. Das sei auch gelungen, sagte Hammersen: „Es ist nur leider etwas schwierig, mit eher juristisch denkenden Menschen über redaktionelle Dinge zu diskutieren.“ Aus seiner Sicht wäre es fahrlässig, auf ein Medium zu verzichten, das weltweit das Leitmedium Nummer eins sei.

Das Programm läuft seit 2007. Seit dem Start sei das Projekt zweimal verlängert worden, zuletzt bis Ende 2013. Etathalter ist die Bochumer Agentur I-dear², die Anfang 2010 die Corporate-TV-Sparte von FischerAppelt ablöste. Hammersen bestreitet auch die von der Süddeutschen Zeitung genannten Produktionskosten von 600.000 Euro jährlich. Der Kommunikationschef veranschlagt die Ausgaben auf „weniger als 500.000 Euro“ im Jahr.

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