EADS / BAE Systems
Agentur-Armada für Rüstungsdeal
Zahlreiche Beratungen für Corporate- und Finanzkommunikation versuchen, gute Stimmung für eine geplante Fusion zwischen EADS und dem Rüstungsunternehmen BAE Systems zumachen.

Hochzeit im Himmel? Gleich mehrere renommierte Agenturen versuchen, die Vorzüge einer Fusion von EADS mit BAE zu preisen. (Foto: Georg Hilgemann/ddp)
Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern hat nach prmagazin-Informationen das Mandat auf mehrere Länder und Agenturen aufgeteilt: Hering Schuppener (HS) in Deutschland, FTI in Großbritannien, Euro RSCG in Frankreich sowie Abernathy MacGregor in den USA. Die HS-Partner Phoebe Kebbel, Martin Bury und Alexander Geiser sowie Managing Director Felix Schönauer koordinieren den Etat. Bis auf FTI, die in England seit Jahren für EADS arbeiten, gehören alle Agenturen dem AMO-Netzwerk an. BAE Systems engagierte Brunswick.
Dass EADS mehrere Agenturen beauftragte, dürfte mit den Auswirkungen des Zusammenschlusses auf verschiedene Länder zu tun haben. Das Rüstungsgeschäft ist sensibel, das Vorhaben komplex, die Überzeugungsarbeit gegenüber der Politik und dem Kapitalmarkt schwierig. Zu nennen sind vor allem die Anteilseigner aus Deutschland, Frankreich und Spanien und die Frage, welchen Einfluss beispielsweise die Bundesregierung auf den neu formierten Rüstungsriesen nehmen kann. Allerdings halten Kenner der Kommunikationsbranche die Größe der Agenturstreitmacht für ein Risiko: Die Vielzahl unterschiedlicher Berater könne schwierig zu managen sein, heißt es. EADS wollte keinen Kommentar abgeben.
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