Detailinformationen

Autor

Daniel Neuen

Redakteur

verfasst am

08.02.2011

im Heft

02/2011

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Antje Lüssenhop, PR-Leiterin der Deutschen Bahn.

Deutsche Bahn

Aus für Bahn TV

Die Deutsche Bahn hat ihr Unternehmensfernsehen „Bahn TV“ eingestellt. Bewegtbilder gebe es künftig aber weiterhin auf der Website, im Intranet und anderen Portalen des Konzerns, sagte PR-Leiterin Antje Lüssenhop. „Jetzt können wir Themen mit zusätzlichen interaktiven Informationsangeboten in Form von Text, Bild, Grafik und Audio ergänzen. Mit unserem neuen Konzept erreichen wir unsere Zielgruppen effizienter. Und natürlich können wir sie themenspezifischer bedienen.“

Neben strategischen Überlegungen dürften auch finanzielle Gründe eine Rolle gespielt haben. Bahn TV galt hierzulande als Vorzeigeprojekt, das dem Unternehmen angeblich bis zu fünf Millionen Euro jährlich wert war. Wegen der hohen Kosten war es intern umstritten. Der Kanal war von 2003 bis 2008 über Kabel und Satellit für jedermann zu empfangen, zuletzt aber nur noch im Internet zu sehen.

Lüssenhop zufolge hat die Deutsche Bahn ihre Ausgaben für Kommunikationsmittel in den vergangenen zwei Jahren reduziert und zugleich eine Neubewertung der Kommunikationsmittel und -kanäle vorgenommen. Bewegtbild nehme auch künftig eine bedeutende Rolle in der internen und externen Kommunikation ein.

Die Agentur Atkon, die bislang den Etat für Bahn TV hielt, soll als Bewegtbild-Dienstleister an Bord bleiben. Der Vertrag stehe kurz vor der Verlängerung, sagte Lüssenhop. „Wir haben gemeinsam das Konzept verändert. Ein zentraler Sender für alle Zielgruppen war nicht mehr zeitgemäß“, erläuterte Atkon-Vorstand Axel Siebenkittel.

Für die Agentur ist die Veränderung mit materiellen Einbußen verbunden, auch Personal muss abgebaut werden. Zuvor hatten rund 25 Festangestellte Bahn TV produziert. „Das neue Modell ist flexibler und bedarfsorientierter. Wir brauchen keine Kernredaktion mehr und keinen festen Sendeplan“, so Siebenkittel.

18.03.2011 20:22

Heinz Meyer

Das ist für mich als Bahn-Fan sehr schade.
Bahn-TV war ein Schlaraffenland.

06.04.2015 21:02

Kurt Boskamp

Es wäre schön,wenn es heute - ein halbes Jahrzehnt nach dem plötzlichen Verschwinden - etwas ähnliches gibt. Das Ende vom "bewegtbild" erinnert fast an das jähe Ende der Berliner S-Bahn nach Gartenstadt.
Klar, dass derartige Führerstandsmitfahrten nicht kostenlos sein können. Weiß irgend ein Mensch von der vermutlich vom Aussterben bedrohten Rasse der Eisenbahn-fans, wie man auch weniger bekannte Strecken ansehen kann?
Kurt Boskamp

 
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