Detailinformationen

Autor

Christina Ullrich

Verantwortliche Redakteurin

verfasst am

17.02.2016

Bilfinger

Dobrindt-Sprecher Rudolph löst Büllesbach ab

Sebastian Rudolph, seit mehr als sechs Jahren Kommunikationschef im Bundesverkehrsministerium, wechselt zu Bilfinger.

Am 14. Februar landete Alexander Dobrindt (CSU) noch einen großen Interviewaufschlag in der Bild am Sonntag. Drei Tage später ist klar: Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) verliert seinen Sprecher Sebastian Rudolph. Der 39-Jährige übernimmt am 1. März die Corporate Communications von Bilfinger. Er löst dort Martin Büllesbach ab, der seit zehn Jahren im Unternehmen tätig ist und davor für ABB und BASF arbeitete.

Bilfinger will nach prmagazin-Informationen seine Kommunikation nach dem Wechsel an der Unternehmensspitze neu ausrichten. Im Juni 2015 übernahm Per H. Utnegaard den Vorstandsvorsitz des Industrie- und Dienstleistungskonzerns, der rund 60.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen muss sich nach der Ära Roland Koch neu sortieren. Utnegaard will sich nach diversen Zukäufen und der Internationalisierung des Unternehmens auf Kernkunden und starke Regionen fokussieren. Das Traditionsunternehmen musste in der Vergangenheit mehrfach seine Prognosen kassieren.

"Ich freue mich sehr, dass wir mit Sebastian Rudolph einen erfahrenen und profilierten Experten gewinnen konnten, der zu den führenden Köpfen der bundespolitischen Kommunikation zählt", sagte Utnegaard.

 "Nach spannenden Jahren im Journalismus und in der bundespolitischen Kommunikation ist jetzt ein Wechsel in die Wirtschaft ein logischer Schritt. Eine Chance wie Bilfinger ist dann sehr reizvoll“, kommentierte Rudolph.

Der promovierte Politikwissenschaftler gehört zu den dienstältesten Ministeriumssprechern. Peter Ramsauer (Verkehr, Bau, Stadtentwicklung) hatte ihn im November 2009 in seine Behörde geholt und ihm die Gesamtverantwortung für die Kommunikation übertragen.

Nach dem Wechsel zu Dobrindt (Verkehr und digitale Infrastruktur) im Jahr 2013 blieb Rudolph im Amt. In sein Aufgabengebiet fallen, neben der Sprecherfunktion für Dobrindt, die Bereiche Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement, die Projektgruppe Weltverkehrsforum, Reden und Texte, Neue Medien, Statistik, Prognosen und Sondererhebungen, Protokoll sowie Bürgerservice und Besucherdienst. Rudolph ist für rund 70 Mitarbeiter verantwortlich.

Die Bandbreite der Themen, mit denen er sich auseinandersetzen musste, ist groß. In seine Zeit im Ministerium fielen zudem mehrere Krisen, unter anderem der Absturz der Germanwings-Maschine, Lokführer- und Pilotenstreiks, die VW-Abgasaffäre und zuletzt das Zugunglück in Bad Aibling.

Beobachter beschreiben den ehemaligen Journalisten als stets gut informiert, dienstleistungsorientiert im Umgang mit der Presse sowie in Medien- und Politikszene bestens vernetzt. Zugleich gilt er als engagierter Berater des Ministers.

Vor seinem Wechsel in den Berliner Politikbetrieb arbeitete Rudolph sieben Jahre lang als Jourrnalist in Berlin. Zuletzt war er als Redakteur vom Dienst und Reporter beim Bayerischen Rundfunk für die bundespolitische Berichterstattung zuständig.

Büllesbach wird Bilfinger nach eigenen Worten in der Übergangszeit beratend zur Verfügung stehen und will sich dann neu orientieren. Der 53-Jährige verlasse das Unternehmen in bestem gegenseitigen Einvernehmen, teilten die Mannheimer mit. "Nach zehn intensiven Jahren bei Bilfinger bin ich offen für neue Herausforderungen", sagte Büllesbach dem prmagazin. 

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