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Redaktion

verfasst am

21.10.2016

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Uniper

Birnstiel verlässt den Energieversorger

Constantin Birnstiel, Bereichsleiter Communications & Investor Relations von Uniper, wird den Energieversorger verlassen. Kommunikation und IR werden künftig getrennt. Die Kommunikation übernimmt um den Jahreswechsel Astrid Quarten, derzeit Bereichsleiterin Political & Regulatory Affairs.

Birnstiel hatte seit September 2015 das Projekt zur Aufspaltung des E.ON-Konzerns begleitet. Seit dem 1. Januar 2016 verantwortet der 45-Jährige die Kommunikation und die Investor Relations von Uniper. In dem Spin-off ist der konventionelle Teil des Geschäfts angesiedelt. Birnstiels Fokus lag darauf, die neue Marke Uniper bei den Zielgruppen zu etablieren, das neue Unternehmen und sein Topmanagement in den Medien zu positionieren sowie Analysten und Investoren von der Aktie zu überzeugen.

Als Grund für sein Ausscheiden nannte Birnstiel eine "gemeinsame Entscheidung mit Uniper-CEO Klaus Schäfer". Unter anderem dramatische Preisentwicklungen im Energiemarkt in der ersten Jahreshälfte hätten das Unternehmen gezwungen, einen drastischen Sparkurs einzuschlagen. Birnstiel: "Uniper muss sich nach dem Ausscheiden aus dem E.ON-Konzern dringend eine schlanke, eher mittelständische Gesamtstruktur geben, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu wahren."

Alle Einheiten und Ebenen des Unternehmens seien im Rahmen des Restrukturierungsprogramms "Voyager" dahingehend überprüft worden. Bereits im Sommer beschloss man, in allen Vorstandsressorts mögliche Synergiepotenziale zu realisieren. In einem ersten Schritt mit Signalwirkung wurden sechs Positionen im Topmanagement eingespart.

"Spalt-Experte" Birnstiel (unter anderem Osram 2013) bereitet nun auch die Aufspaltung seines eigenen Bereichs vor. Die Kommunikation soll wieder wie zu E.ON-Zeiten mit der Politik verschmolzen werden. "Das macht in der Phase nach dem Börsengang absolut Sinn, denn Politik und Regulatorik sind in der Energiebranche von höchster Bedeutung. Eine integrierte Funktion mit der Kommunikation kann hier künftig zusätzliche Schlagkraft entwickeln", so Birnstiel. Die Leitung des neu formierten Bereichs übernimmt um den Jahreswechsel Astrid Quarten. Die 45-Jährige ist seit 2015 für Political & Regulatory Affairs verantwortlich. Davor war sie bei E.ON im Bereich Politik tätig.

Die Investorenbetreuung soll in die Finanzabteilung übergehen. "Die Verbindung aus Kapitalmarkt- und Schuldenbetreuung ist im Fall Unipers künftig sinnvoll", so Birnstiel. "Der Konzern trägt schwer an den trennungsbedingten, hohen Finanzverbindlichkeiten, die auf seiner Bilanz lasten."

Wohin Birnstiel geht, ist offen. "Das überlege ich mir in Ruhe, sobald ich meine Aufgaben für Uniper 2017 abgeschlossen habe", sagte er. Der langjährige Siemens-Kommunikator war von Juni 2011 bis Oktober 2014 PR- und IR-Chef bei Osram. Der Münchner Technologieriese hatte seine Leuchtmitteltochter 2013 ebenfalls als Spin-off an die Börse gebracht. 

Seinen Hut nimmt Ende des Jahres auch der Leiter Externe Kommunikation Josef Nelles, zuvor viele Jahre lang Leiter Externe Kommunikation Regional bei E.ON. Er geht auf eigenen Wunsch in den Vorruhestand.

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