Detailinformationen

Autor

Christina Ullrich

Verantwortliche Redakteurin

verfasst am

08.11.2019

im Heft

11/2019

Schlagworte

BMW, Maximilian Schöberl, Medienhaus, Editorial Hub, Newsroom

Das aktuelle Heft
Ausgabe 11/2019

Zum Inhalt

Abos und Einzelhefte

BMW

Umbau im Vierzylinder


Das neue Editorial Hub im siebten Stock der BMW-Zentrale in München.


Nun also auch BMW: Kommunikationschef Maximilian Schöberl will bei dem Autobauer ein unternehmenseigenes Medienhaus bauen und hat deshalb seinen Bereich neu organisiert. Im Oktober ging ein Editorial Hub an den Start, das im nächsten Schritt zum redaktionellen Newsroom ausgebaut werden soll.


Rund anderthalb Jahre sind vergangen, seit Kommunikationschef Maximilian Schöberl den Startschuss für einen Generalumbau seines Bereichs gab. Es ist erst die zweite große Umstrukturierung unter seiner 13 Jahre währenden Führung – die letzte liegt zehn Jahre zurück. Anfang vergangenen Monats hat der Leiter Konzernkommunikation und Politik nun einen weiteren Meilenstein genommen.

Wichtigste Neuerung ist der Start des sogenannten „Editorial Hub“. „Das ist der Marktplatz für alle Informationen der BMW Group“, erläutert Schöberl im Gespräch mit dem prmagazin. „Dort ist alles gebündelt, was BMW-Kommunikation ist – über sämtliche Marken, Produkte, Themen, Kanäle, Länder und Regionen hinweg. Auf diese Weise wollen wir gruppenübergreifend eine One-Voice-Kommunikation und zugleich eine maßgeschneiderte Kommunikation für alle Zielgruppen gewährleisten.“


Maximilian Schöberl: "Heute stehen die lokalen Kommunikatoren im
Wettstreit miteinander und mit der Zentrale."


Die praktische Umsetzung ähnelt dem Vorgehen in vielen anderen Unternehmen, die in den vergangenen Jahren als Reaktion auf die Digitalisierung und neue gesellschaftliche Ansprüche ihre Strukturen hinterfragt haben. Weltweit wurde bereits ein einheitliches Redaktionssystem eingeführt, über das die Kommunikation zeitlich und inhaltlich orchestriert wird. 

Die Koordination erleichtert ein übergreifender Terminplan, in dem die Termine des Unternehmens und aller Marken hinterlegt werden – von Kommunikations- und Marketingkampagnen über Produkteinführungen bis hin zu Vorstandsbesuchen. Jeder im Team soll zu jeder Zeit auf dem aktuellen Stand sein. 

Täglich treffen sich rund 20 Vertreter aller wichtigen Abteilungen sowie Mitarbeiter mit Sonderthemen zur Morgenkonferenz im siebten Stock der Konzernzentrale am Münchner Petuelring, wo für solche Anlässe ein Großraum mit „ Balken“ und Großbildschirm eingerichtet wurde. Bei den Treffen geht es darum, Themen zu planen, Erfahrungen auszutauschen, Kommunikationslinien festzulegen und den Umgang mit Problemen zu diskutieren. Die Abstimmung per E-Mail soll der Vergangenheit angehören. 

In diesen Austausch eng einbezogen werden nicht nur Werbung und Marketing, sondern vor allem auch die Kollegen aus den weltweiten Märkten. Es geht darum, Ressourcen zu schonen und voneinander zu lernen. Beispiel Social Media: Auf dem Feld ist China bekanntlich anderen Ländern weit voraus, deshalb holt sich das Kommunikationsteam auch von den dortigen Mitarbeitern Impulse für andere Märkte und für die Zentrale. Zu diesem Zweck wurde ein eigenes Format entwickelt, in das sich Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation einbringen können.

„Die lokalen Kommunikatoren stehen heute im Wettstreit miteinander und mit der Zentrale um die besten Kommunikationsmöglichkeiten“, sagt Schöberl. Die Voraussetzungen dafür wurden bereits 2008 geschaffen: Seitdem berichten alle weltweiten Kommunikatoren direkt an Schöberl. Praktischer Nebeneffekt des institutionalisierten Austauschs: Für Mitarbeiter außerhalb der Zentrale steigen die Chancen, intern auf sich aufmerksam zu machen und damit ihre Karriere zu befördern. [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der November-Ausgabe des prmagazins, wie BMW seine Botschaften auf die internationalen Märkte zuschneiden will, wie Maximilian Schöberl die interne Kommunikation anpasst und welche Erwartungen der Kommunikationschef an seine weltweit rund  500 Mitarbeiter formuliert.

Die prmagazin-Ausgabe 11/2019 – darin unter anderem:

Der Privatsekretär: Andreas Möller versteht sich als rechte Hand von Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller – kein ganz normaler PR-Job.

Ethischer Kompass: Die meisten Firmen nehmen ihre Werte nicht ernst – auch weil die Bedeutung von Compliance-Kommunikation unterschätzt wurde.

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