Detailinformationen

Autor

Christina Ullrich

Verantwortliche Redakteurin

verfasst am

15.03.2011

im Heft

3/2011

Schlagworte

Meldungen

Oliver Klein

Pitch-Honorare

Cherrypicker veröffentlicht Empfehlungen

Die Agentur-Managementberatung Cherrypicker hat im Februar Honorarempfehlungen für Pitches veröffentlicht. Ziel ist es, Auftraggebern eine Orientierung zu geben, welche Summen angemessen sind.

Für kleine Aufgaben raten die Hamburger, Dienstleister mit 3.000 bis 5.000 Euro zu entschädigen, inklusive Reisekosten und zuzüglich Mehrwertsteuer. Für mittlere Pitch-Aufgaben seien 7.000 bis 8.000 Euro fällig, für umfangreiche 10.000 bis 15.000 Euro und für sehr komplexe oder internationale 20.000 bis 30.000. Die Empfehlungen seien auf alle Agenturarten und Disziplinen anwendbar und basieren auf einer von Cherrypicker im Herbst 2010 durchgeführten Umfrage unter 108 deutschen Agenturen.

Inhaber und Gründer Oliver Klein will damit „von Anfang an die Weichen stellen für eine respektvolle Partnerschaft zwischen Kunden und Agentur“. Die Pitch-Bedingungen verschärfen sich nach seinen Worten seit Jahren, der Unmut der Branche wachse. Viele Unternehmen vergüten nach Kleins Darstellung das Investment der Agenturen meist nur unzureichend oder gar nicht. Der Grund dafür sei häufig die Unkenntnis von Branchengepflogenheiten oder fehlenden Richtlinien für eine angemessene Pitch-Honorierung. Nur wenn diese gewährleistet sei, hätten auch kleinere Agenturen eine Chance.

Die Vertreter der Verbände ADC, BVDW und GWA unterstützen den Vorstoß. Alexander Güttler, Präsident der Gesellschaft Public Relations Agenturen, ließ sich zitieren: „Als GPRA kämpfen wir schon seit Jahren gegen unbezahlte Pitches. Die Initiative von Cherrypicker begrüße ich daher ausdrücklich und halte den hier genannten Honorarrahmen für absolut realistisch.“

Was deutsche Großkonzerne von den Empfehlungen halten, lesen Sie hier.

11.10.2013 11:09

Ursula Voßwinkel

Ich begrüße diese Initiative sehr. Ich kann nur hoffen, dass sie die Verantwortlichen erreicht. Es sind ja nicht nur die Marketingabteilungen großer Firmen, sondern aus meiner Erfahrung auch die kommunalen Auftraggeber, die besonders eifrig kostenlos Konzepte und Wissen abgreifen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Da werden bei größeren Pitches nicht einmal die Reisekosten bezahlt. Dieses falsche Selbstverständnis von "Geiz ist geil" hat sich in den letzten 10 Jahren so verbreitet, dass wir dringend neue ethische Umgangsformen brauchen. Firmen und Institutionen die von CSR reden, aber unfair mit ihren Lieferanten umgehen, sollte man in den sozialen Netzwerken durchaus einmal anzählen.

 
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