Detailinformationen

Autor

Christina Ullrich

Verantwortliche Redakteurin

verfasst am

05.10.2017

im Heft

10/2017

Schlagworte

Hintergrund

Matthias Poth: „Ich war als Analyst fasziniert davon, wie stark der Unterschied im Börsenwert von Unternehmen mit Kommunikation zu tun hat.“

Covestro

Der Analyst

Seit der Gründung von Covestro arbeitet Matthias Poth daran, die junge Marke bekannter zu machen. Mit einer Mischung aus erfahrenen Bayer-Kräften und jungen Talenten von außen hat der Kommunikationschef in den ersten zwei Jahren viele Premieren gemeistert. Jetzt will der Kapitalmarktprofi Covestro international sichtbarer machen – und hofft auf den Dax-Aufstieg.

Der unerquicklichste Teil am Besuch des prmagazins ist für Matthias Poth das Foto-Shooting. Es ist Anfang September, früh am Vormittag, und beim Blick in den grauen Himmel überkommt einen unwillkürlich ein Frösteln. Aus seinem Büro im 8. Stock kommend, nähert sich Poth mit wehendem Jackett dem Vorplatz der Covestro-Zentrale, wo der Fotograf schon das Licht aufbaut. „Halb neun am Morgen und einen Fotografen mitbringen – das verzeihe ich Ihnen nie“, scherzt der Kommunikationschef mit dem ihm eigenen, trockenen Humor.

Es sind indes nicht die Vorboten des Herbsts, die Poth Überwindung kosten, als er vor dem farbenfrohen Covestro-Logo im Chempark Leverkusen posieren soll. Der Kommunikationschef der früheren Bayer-Kunststoffsparte MaterialScience mag den Platz im Rampenlicht einfach nicht. Das spürt man – und das bestätigt jeder, der ihn kennt.

Die Zurückhaltung mag, neben Poths Wesen, mit seinem Werdegang zusammenhängen. Der 52-Jährige kommt ursprünglich aus der Kapitalmarktecke. Nach dem MBA in International Business in Texas arbeitete er in den USA vier Jahre lang als Analyst, zuerst bei einer Bank in New York, dann bei einem Private-Equity-Haus in Dallas. Es folgten Stationen als Investor Relations Executive von Hoechst und als IR-Chef von Infineon, wo erstmals die Unternehmenskommunikation dazukam.

Was reizte ihn, den Finanzprofi, an Kommunikation? Über die Frage muss Poth nicht lange grübeln. „Ich war als Analyst immer fasziniert davon, wie stark der Unterschied im Börsenwert von Unternehmen mit Kommunikation zu tun hat. Deren Wertbeitrag wurde lange unterschätzt, speziell in Deutschland“, sagt er. Diese Sichtweise zu ändern, scheint für ihn im Lauf der Zeit eine Art Mission geworden zu sein.

Nach Infineon schloss er sich für elf Jahre als Managing Partner der Kommunikationsberatung Hering Schuppener an, die maßgeblichen Anteil daran hat, dass dem Thema hierzulande heute mehr Bedeutung beigemessen wird. Genauso bei Covestro: Ob bei großen Senior-Meetings oder in der Produktion des B2B-Unternehmens – wann immer er Gelegenheit hat, sucht Poth nach eigenen Worten den Austausch über Kommunikation und predigt, welchen Wertbeitrag sie leisten kann.

(...)

Das komplette Porträt über Matthias Poth und die Covestro-Kommunikation lesen Sie in der Titelgeschichte unserer Oktober-Ausgabe. 

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