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Autor

Wolf-Dieter Rühl

Geschäftsführender Redakteur

verfasst am

24.08.2012

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Commerzbank

Foodwatch kümmert sich um die PR

Wie stark Nichtregierungsorganisationen inzwischen die Medienagenda diktieren, durfte im August die Commerzbank erleben. Zahlreiche Medien brachten die vermeintlich neue Nachricht, das Institut ziehe sich aus dem Handel mit Agrarrohstoffen zurück.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb beispielsweise: Investitionen in Weizen, Mais und Soja: Banken stehen wegen der Spekulation mit Agrarrohstoffen in der Kritik. Nun zieht sich die Commerzbank aus den Wetten zurück.“ Das Handelsblatt: „Laut der Verbraucherorganisation Foodwatch verabschiedet sich auch die Commerzbank aus der Spekulation auf Lebensmittel-Rohstoffe - die Bank selber hat dies aber bislang nicht bestätigt.“

Die Nachricht stimmt zwar, nur ist sie keine Neuigkeit. Denn die Bank hatte seit Herbst 2011 mehrfach auf Anfrage bestätigt, künftig keine börsennotierten Anlageprodukte auf Basis von Grundnahrungsmitteln zu emittieren. Nur fand das kaum Widerhall in den Medien. Erst als Foodwatch-Chef Thilo Bode diesen Sommer ein entsprechendes Statement abgab, stürzten sich die Journalisten auf das Thema.


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