Detailinformationen

Autor

Susanne Arnold

Associate Director Hering Schuppener Consulting

verfasst am

15.11.2019

Schlagworte

Global Women in PR Deutschland, GWPR NextGen Leaders Summit, Susanne Arnold

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Ausgabe 11/2019

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GWPR NextGen Leaders Summit

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"GWPR NextGen Leaders Summit" am 13. November 2019 im Commerzbank-Tower in Frankfurt. Mehr als 80 angehende PR-Führungskräfte trafen auf rund 20 erfahrende Kommunikatorinnen - darunter viele Gründerinnen des Vereins Global Women in PR (GWPR) Deutschland. (Foto: obs/GWPR/Keyur Patel)


Am 13. Novem
ber veranstaltete der Verein Global Women in PR Deutschland in Frankfurt den GWPR NextGen Leaders Summit. Ein Kommentar von Susanne Arnold, Associate Director bei Hering Schuppener Consulting, zu dem ersten Gipfeltreffen des Frauennetzwerks für die „Next Generation“. 


Schon Tage vor dem Event stieg die Vorfreude. Über die sozialen Medien kündigten immer mehr Kommunikatorinnen aus ganz Deutschland an, beim ersten GWPR-Summit für die „Next Generation“ dabei zu sein. Darunter alte Bekannte, aber auch neue Gesichter. 

Angekommen in Frankfurt und mit fantastischem Blick auf die Stadt fühlte ich mich dann auch angenehm an ein erweitertes Stufentreffen erinnert. Dies war kein klassisches Networking-Event. Man kannte sich oder hatte direkt einen inhaltlichen Anknüpfungspunkt. Und das bei rund 100 Teilnehmerinnen. Erstes Fazit: Wenn sich so viel PR-Power für einen Tag zusammenfindet, bleibt für die Kollegen im Büro nur zu hoffen, dass die nächste Krise noch etwas wartet.


Susanne Arnold, Associate Director bei Hering Schuppener Consulting.

Braucht es wirklich noch ein Frauennetzwerk? Der Summit hat mir gezeigt: Ja, bitte! Natürlich gibt es schon viele Initiativen von und für Frauen. Das Problem: Diese sind häufig weit weg vom eigenen Alltag. Was außerdem meist zu kurz kommt: echter, vertrauensvoller Austausch mit Kolleginnen aus der Branche. Mit dem „NextGen“-Format nimmt sich der GWPR-Verein dessen an und zielt dabei auf eine ganz bestimmte Zielgruppe: Nachwuchsführungskräfte mit fünf bis zehn Jahren Berufserfahrung. Sie treffen sich in verschiedenen Städten zum persönlichen Austausch in kleiner und vertrauter Runde. 

Der Summit am 13. November hat diese nächste Generation mit erfahrenen Führungskräften zusammengebracht – und gezeigt: Da gibt es so wahnsinnig viele starke Frauen, die inspirieren und motivieren, die Vorbild oder Buddy sein können, die schon vor ähnlichen Herausforderungen standen und Wege gefunden haben, die auch für andere funktionieren können. 

Gerade für die „NextGen“ ist das wichtig. Nach fünf bis zehn Jahren im Job beginnt oft eine Phase der Um- oder Neuorientierung. Führungsaufgaben nehmen zu. Zusätzlich kommt häufig die Frage der Familienplanung auf die Agenda. Vor dem Hintergrund ist Orientierung entscheidend. Und die kann der Austausch mit Kolleginnen geben.

Dass es dabei gerade nicht um vermeintliche „Frauenthemen“ geht, sondern um fachliche Inhalte und Führungsfragen, zeigt ein Blick auf die Agenda des Summits. Siemens-Kommunikationschefin Clarissa Haller teilte ihre Leadership-Erfahrungen, weitere Top-Führungskräfte wie Margarita Thiel, Global Head of Corporate Communications bei der Commerzbank, gaben Einblicke in das Management großer Kommunikationsabteilungen. Die Rolle der Digitalisierung war ebenso Thema wie die Bedeutung von Karriere. In Speed-Dating-Sessions wurde der Dialog zwischen Nachwuchs- und erfahrenen Führungskräften unkompliziert gefördert. 

Was mich bei all dem besonders beeindruckt hat: Die Offenheit, auch sehr persönliche Erfahrungen zu teilen und dabei negative Erfahrungen nicht auszublenden. Zweites Fazit: Niemand war gestern dort, um sich zu positionieren. Vielmehr wurde signalisiert: Wir sind alle ansprechbar und wollen den Dialog fördern.

Gestärkt durch diesen inspirierenden Tag treiben wir die NextGen-Initiative in den Städten weiter voran – und fühlen uns ein bisschen wie Superwomen, die auch das nächste Krisenthema nicht aus der Ruhe bringt. Fazit: Mehr davon!


Die prmagazin-Ausgabe 11/2019 – darin unter anderem:

Der Privatsekretär: Andreas Möller versteht sich als rechte Hand von Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller – kein ganz normaler PR-Job.

Ethischer Kompass: Die meisten Firmen nehmen ihre Werte nicht ernst – auch weil die Bedeutung von Compliance-Kommunikation unterschätzt wurde.

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