Detailinformationen

Autor

Daniel Neuen

Redakteur

verfasst am

31.10.2012

im Heft

11/2012

facebooktwitterdel.icio.usMister Wongdigg.comaddthis.com

Börsengänge

Hering Schuppener bringt Telefónica an die Börse

Nach dem Versicherer Talanx hat auch Telefónica Deutschland, bekannt für die Mobilfunkmarke O2, den Börsengang geschafft. Es war hierzulande der größte IPO seit fünf Jahren. Die Berater für Finanzkommunikation blicken verhalten optimistisch in die Zukunft.

Die Zentrale von Telefónica Deutschland befindet sich im gläsernen Hochhaus Uptown München. Seinen Hauptsitz hat der globale Telekommunikationsriese in Madrid. (Foto: O2)

Die spanische Muttergesellschaft Telefónica hatte rund 23 Prozent ihrer Anteile über die Börse verkauft und damit 1,45 Milliarden Euro eingenommen. Als Agentur war Hering Schuppener an Bord. Managing Partner Matthias Poth betreute das Mandat.

Anfang Oktober hatte FTI Consulting den drittgrößten deutschen Versicherer Talanx bei seinem holprigen Börsengang begleitet. Federführend bei FTI, die sich im Frühjahr in einem Pitch durchsetzen konnten, waren die Managing Directors Lutz Golsch und Hans Nagl sowie Seniorberaterin Carolin Ammann. Senior Managing Director Andrew Walton rührte in der Londoner City die Trommel.

Die Kommunikation war nicht nur wegen der angespannten Lage auf dem Kapitalmarkt schwierig. Talanx hatte den Börsengang im September überraschend abgesagt, weil die Investoren den ursprünglich geforderten Preis nicht zahlen wollten. Kurze Zeit später vollzog die Assekuranz erneut die Kehrtwende. Die Kritik der Wirtschaftspresse an dem „peinlichen Hin und Her“ (Börsen-Zeitung) und der „Blamage auf Weltniveau“ (Financial Times Deutschland) war harsch. Der Vorstandsvorsitzende Herbert Haas und die Banken schoben sich gegenseitig die Schuld zu. „Unterm Strich ist alles gut gelaufen, die Kommentare der Medien nach dem erfolgreichen Börsengang sind positiv“, sagte Talanx-Kommunikationschef Thomas von Mallinckrodt.

Einige Medien bezeichneten Talanx als „Eisbrecher“ für weitere IPO-Kandidaten. Einige Ausschreibungen deuteten sich an, und der „Pipeline-Rückstau“ bei den Firmenbeteiligungen von Finanzinvestoren sei groß, sagte Lutz Golsch von FTI Consulting. „Die Chancen sind gestiegen, dass sich einige Unternehmen durch den Talanx-Börsengang ermutigt fühlen, ihre Pläne zu konkretisieren.“

 

Die November-Ausgabe des prmagazins ist erschienen. Hier geht es zum E-Paper.

Darin unter anderem:
Gutes Geschäft: Spezialagenturen profitieren von Mittelstandsanleihen
Im Spannungsfeld: Die EWE-Kommunikatoren vermitteln zwischen Visionen und Kommunen

Möchten Sie das prmagazin testen? Bestellen Sie ein Probeabo.

Aktuelle Kommentare

Noch keine Kommentare.

Kommentare werden moderiert.

Kommentar verfassen

Ins Gästebuch eintragen

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spam-Abwehr.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
Viavision
Viavision