FischerAppelt
Ideen für die Energiewende in Stuttgart
Die Hamburger Agentur FischerAppelt hat für die Stadt Stuttgart ein Konzept zur Energiewende erstellt, das Ende Juli im Ausschuss für Technik und Umwelt der baden-württembergischen Landeshauptstadt vorgestellt wurde. Eine Ausschreibung gab es nicht, die Stadt hatte sich zuvor im Markt nach geeigneten Agenturen erkundigt. Hintergrund ist das Anliegen, die Bürger zu einem effizienteren Umgang mit Energie zu bewegen. Schon Ende 2010 hatten sich die Kommunalen Stadtwerke gegründet, ein Bürgerverein, der darauf zielt, die Einwohner unabhängig von großen Konzernen mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Außerdem betreibt Stuttgart das Forschungsprogramm „Stadt mit Energieeffizienz“ (SEE), das entsprechende Einsparungen unterstützt und überprüft.
„Wir haben für die Stadt ein Profil für die Energiewende erarbeitet und Vorschläge gemacht, welche Maßnahmen sie ergreifen kann, um die Bürger zu involvieren“, erklärte Agenturchef Bernhard Fischer-Appelt, der das Konzept im Ausschuss vorstellte. Dazu zählt etwa eine telefonische Umfrage, über die zuvor jedoch der Technikausschuss abstimmen muss. „Wir wollen die Meinung der Stuttgarter zum Thema Energiewende hören“, sagte Markus Vogt, Leiter der städtischen Kommunikation. Die telefonische Erhebung solle das Marktforschungsinstitut TNS Infratest übernehmen. Mit der Umfrage sei wegen des Abstimmungsprozesses frühestens Ende Oktober zu rechnen. Anschließend soll eine Agentur gesucht werden, die die Energiewende in Stuttgart kommunikativ umsetzt. „Wenn die Befragung ausgewertet ist, wird es einen entsprechenden Pitch geben“, so Vogt.
Wie die Stuttgarter Zeitung einen Tag nach der Präsentation berichtete, hatte Bernhard Fischer-Appelt dem Ausschuss weitere Ideen vorgestellt, von denen eine offenbar für Erheiterung sorgte: der Vorschlag, die Bürger mit einer Post-it-Aktion zum Dialog zu bewegen. Überdimensionale Klebezettel könnten demnach beispielsweise auf Littfasssäulen angebracht werden und das Post-it als Symbol für die Meinung der Stuttgarter stehen. Fischer-Appelt sagte auf Nachfrage des prmagazins, der Post-it-Vorschlag sei lediglich eine Idee für einen Bürgerdialog gewesen, keine konkrete Kommunikationsmaßnahme, über die der Ausschuss hätte abstimmen sollen.



