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verfasst am

07.11.2017

im Heft

11/2017

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Hintergrund

Die Lufthansa macht medial im Bieterverfahren um Air Berlin eine gute Figur.

Deutsche Lufthansa / Air Berlin

Image-Überflieger

Gewinner eines „abgekarteten Spiels“ oder „nationaler Champion“? Wie bewerteten die Medien die Deutsche Lufthansa im Bieterverfahren um Air Berlin? Linkfluence hat für das prmagazin Echo in deutschen Print-Medien ausgewertet. Fazit: Mit 17 Prozent positiven und 53 Prozent neutralen Berichte machte der Kranich eine gute Figur.

Die Deutsche Lufthansa und ihr CEO Carsten Spohr hatten mehr als nur ein Auge auf die im Sinkflug befindliche Air Berlin geworfen. Zu attraktiv war es, von der insolventen Konkurrenz Maschinen, Strecken und Slots günstig zu übernehmen.

Die gute Nachricht für Lufthansa: 53 Prozent der Medienartikel zu dem Thema berichteten sachlich und neutral über den Kranich. 17 Prozent waren sogar positiv. Bei insgesamt 70 Prozent neutraler oder gar positiver Berichterstattung kann also ein Lob an die Kommunikationsabteilung der Lufthansa und deren Vorstandschef gehen: alles richtig gemacht in dem heiklen Prozess.

Spohr schaffte es ebenso wie der Vorstandsvorsitzende von Air Berlin, Thomas Winkelmann, auf Platz eins der Top-Ten-Meinungsträger in den Medien – eine gute Startposition mit Blick auf die öffentliche Aufmerksamkeit für den Lufthansa-Chef und für die künftig noch stärkere Nummer eins im deutschen Luftraum.

Gleich danach folgten weitere Hauptakteure im Insolvenz- und Bieterverfahren: der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus auf Platz zwei und Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl auf Platz drei. Der in seinen Äußerungen zum Verfahren extrem kritische Konkurrent Michael O’Leary, Vorstandsvorsitzender von Ryanair, landete zusammen mit Insolvenzverwalter Lucas Flöther auf dem vierten Platz. Platz fünf belegt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Ein genauerer Blick auf die Äußerungen der Verantwortlichen in der Flugbranche zeigt, dass Carsten Spohr und Thomas Winkelmann mit jeweils 17 Prozent Erwähnungen vorn liegen. Insgesamt 61 Prozent der 70 inhaltlich detaillierter ausgewerteten Artikel aus überregionalen Print-Titeln enthalten Meinungsäußerungen der Akteure von Fluglinien. Michael O’Leary vom Konkurrenten Ryanair äußert sich ausschließlich negativ über das Verfahren und schafft es mit elf Prozent Erwähnungen auf Platz drei.

Die komplette Analyse lesen Sie in unserer November-Ausgabe. 

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