Detailinformationen

Autor

Peter Kirsch

Freier Autor

verfasst am

07.08.2020

im Heft

08/2020

Schlagworte

Interne Kommiunikation, Corona-Krise, Dax 30, Umfrage

Das aktuelle Heft
Ausgabe 08/2020

Zum Inhalt

Abos und Einzelhefte

Interne Kommunikation

"Es geht um ganz viel Wertschätzung"

(Illustration: Menara Grafis/Adobe Stock)


Die Corona-Krise hat vor allem der internen Kommunikation einen kräftigen Schub gegeben, hört man allerorten. In den Dax-Konzernen hatte die Disziplin schon vorher einen hohen Stellenwert. Umso interessanter ist die Frage: Ist ihre Bedeutung selbst in der ersten Börsenliga nochmals gestiegen? Eine prmagazin-Umfrage.


So gut wie alle Dax-Unternehmen bestätigen auf prmagazin-Anfrage, dass die interne Kommunikation in der Corona-Krise nochmals deutlich an Stellenwert gewonnen habe. „Krisenzeiten sind Kommunikationszeiten – extern und gerade auch intern“, sagt Maximilian Schöberl, Leiter Konzernkommunikation und Politik von BMW. „In der Krise muss Kommunikation für Zusammenhalt sorgen, Orientierung geben und den Dialog fördern – sie ist das Bindeglied zwischen den Menschen in allen unseren Unternehmensteilen und Hierarchieebenen.“

Bayer-Kommunikationschef Michael Preuss sieht das ähnlich: „In Krisenzeiten müssen Führungspersönlichkeiten sichtbar sein. Es kommt darauf an, dass insbesondere der CEO sowie auch der gesamte Vorstand intensiv mit den Beschäftigten kommunizieren, um deren Fragen und Anliegen aufzugreifen.“

Doch wie baut man in der Krise diese Brücke zwischen Mitarbeitern und Vorstand? Wie macht man die Führungskräfte sichtbar? Alle Dax-Unternehmen, die an der prmagazin-Umfrage teilgenommen haben, setzten dabei besonders auf digitale Tools. „In der internen Kommunikation für den Konzern und die Marke Volkswagen hat es mit der Corona-Pandemie einen Digitalisierungsschub gegeben“, berichtet Volkswagen-Sprecher Jörg Lünsmann.

So seien die Zugriffszahlen auf die im Mai 2019 gestartete Mitarbeiter-App innerhalb kurzer Zeit stark angestiegen. „Waren es im März etwa 30.000 Nutzer, sind es heute schon fast 50.000. Damit nutzt jetzt beinahe die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die App.“ Die Anwendung informiert unter anderem über den Verlauf der Pandemie und die Konsequenzen für das Personal.

Auch BMW setzt besonders auf digitale Kanäle und Formate, um den Informationsfluss zu gewährleisten. „So informieren etwa unser Vorstand und das Top-Management seit Ausbruch der Krise regelmäßig im internen TV und über unsere Mitarbeiter-App über die Lage des Unternehmens und nächste Schritte. Unsere Mitarbeiter- und Führungskräfteveranstaltungen haben wir sehr schnell umgeschaltet auf digitale Formate“, berichtet Birgit Hiller, Leiterin Interne Unternehmenskommunikation und Kommunikation Produktionsnetzwerk bei dem Münchner Automobilbauer.

Bayer hat eine eigene Intranetpräsenz aufgebaut, um den schnellen Zugang zu allen Informationen und Hintergründen rund um Corona zu gewährleisten. Außerdem starteten die Bayern eine Videoreihe unter dem Namen „Stronger Together“, in der Mitarbeiter aus zahlreichen Ländern via „Microsoft Teams“ von zu Hause aus über ihre Erfahrungen berichteten. „Das wurde sehr gut angenommen“, resümiert Kommunikationschef Preuss.

Viele Dax-Unternehmen haben neben bereits bewährten Formaten auch mit neuen Ideen experimentiert. [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der August-Ausgabe des prmagazins, mit welchen neuen Ideen die internen Dax-Kommunikatoren experimentieren, wie SAP die Krise nutzte, um agile Arbeitsformen in der Internen Kommunikation zu verankern und wieso die Sorgen und Wünsche der Mitarbeiter auch im "neuen Normal" mehr im Vordergrund stehen könnten.

Die prmagazin-Ausgabe 08/2020 – darin unter anderem:

Die Rationale:
Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut war die inoffizielle Corona-Pressestelle der Bundesregierung.

From Voodoo to Value: Communications und Affairs werden mit Strategie und Planung verschmelzen, meint Joachim Koschnicke von Hering Schuppener.

Ausgabe kaufen, Abo/Probeabo abschließen