Detailinformationen

Autor

Judith Pohl, Journalistik-Studentin an der Macromedia Hochschule

verfasst am

23.05.2016

Kommunikationsmanager live

Schlechtes Image ade?

Mit einem Gastvortrag von Nils Haupt, Kommunikationschef der Hamburger Reederei Hapag Lloyd, startete am 18. Mai „Kommunikationsmanager live“, eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Marcomedia Hochschule und des prmagazins. Die Kernaussagen hat Judith Pohl, Journalistik-Studentin an der Macromedia Hochschule, für das prmagazin zusammengefasst. Über Storytelling und Transparenz in der Logistikbranche.

„Logistik gilt bei vielen als dreckig, laut und relativ unsexy“, sagte Hapag Lloyd-PR-Chef Nils Haupt beim Auftakt der Veranstaltungsreihe „Kommunikationsmanager live“.

„Auster oder offenes Buch? Change Communication in der Logistikbranche am Beispiel Lufthansa und Hapag Lloyd“ – unter diesem Titel ging Hapag-Lloyd-Kommunikator Nils Haupt der Frage nach der wachsenden Bedeutung der PR in dem Industriezweig nach. Seine zentrale These: Die Logistik fristet ein Schattendasein. Dabei gibt viele spannende Logistik-Storys. Die Branche muss lernen, diese Geschichten zu erzählen.

These 1: Logistik ist relativ unsexy

Logistikunternehmen werden von der Öffentlichkeit nicht angemessen wahrgenommen. „Logistik gilt bei vielen als dreckig, laut und relativ unsexy“, sagte Haupt. Probleme bereite der schlechte Ruf der Branche ganz besonders dann, wenn es um große Veränderungsprojekte gehe. Beispiel: die Kapazitätserweiterung des Hamburger Hafens durch eine Vertiefung der Elbe. In der Debatte stünden sich Umweltschützer und Logistikunternehmen unversöhnlich gegenüber, statt in einen lösungsorientierten Dialog zu treten.

These 2: Storytelling ist der Schlüssel zur medialen Aufmerksamkeit

Nicht nur der schlechte Ruf, sondern auch ein mangelndes Bewusstsein der Öffentlichkeit um die Bedeutung der Logistik lasten Haupt zufolge auf der Branche. Storytelling sei ein nützliches Mittel, dem entgegenzuwirken: „Konsumentscheidungen sind Logistikentscheidungen. Dies nehmen die Menschen aber nur wahr, wenn wir Geschichten darüber erzählen, was wir alles transportieren.“

These 3: Die Logistikindustrie professionalisiert sich

Ungeachtet der geringen Aufmerksamkeit erziele die Logistikindustrie Erfolge und steigere mit diesen ihre Professionalität. „Dass Amazon zwei Stunden nach der Bestellung nach Hause liefert, ist eine beeindruckende Leistung der Logistik“, erklärte Haupt. Dieser Erfolg beruhe unter anderem auf einem professionalisierten internen Kommunikationsnetz, das eine effiziente Koordination der Transportbewegungen ermögliche.

These 4: Die Kommunikation der Unternehmen verändert sich

Unternehmen stocken Haupt zufolge ihre externe und auch ihre interne Kommunikation auf. Mit der Ausweitung des Intranets würden News auf direktem Weg verbreitet, um den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Kommentierung und zum Teilen zu geben. „Das verändert die Kultur eines Unternehmens von einem eher passiven zu einem proaktiven Unternehmen“, so Haupt.

These 5: Storytelling und Transparenz ebnen den Weg zum neuen Image

Haupt ist überzeugt: Das Erzählen der Geschichten um die Transporte von Logistikunternehmen, die mediale Auswertung dieser Geschichten und die Transparenz der Unternehmen werden die Logistikbranche aus dem Schattendasein in der Öffentlichkeit herausholen und ihre Möglichkeiten erweitern.

 

Die nächsten Termine: 8. Juni 2016 (Michael Baumann, Ford of Europe), 5. Oktober 2016 (Ulrich Nies, Clariant), 26. Oktober 2016 (Kathrin Quandt, HSBC Global Asset Management), 23. November 2016 (Emilio Galli-Zugaro, ehemals Allianz). Infos und Anmeldung: www.hochschule-macromedia.de/veranstaltungen-koeln

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