Detailinformationen

Autor

Peter Kirsch

Freier Autor

verfasst am

08.08.2017

im Heft

08/2017

Schlagworte

Hintergrund

Zwischenbilanz nach 100 Tagen: Noch besser als erwartet.

Deutsche Bahn

Kosmische Revolution im Tower

Wie sieht eine moderne Form der internen Kommunikation aus? Wie erreicht man Mitarbeiter fernab von schwarzen Brettern und klassischem Intranet? Die Antwort des Teams von Oliver Schumacher, Leiter Kommunikation und Marketing der Deutschen Bahn, auf diese Fragen lautet „DB Planet“. 100 Tage nach dem Start des Social Intranet ziehen Tobias Geiger, Leiter Interne Kommunikation und Digitalisierung, und Multimedia-Kommunikator Jens Appelt eine erste Bilanz. Ein Werkstattgespräch.

An Selbstbewusstsein mangelt es der Deutschen Bahn in diesen Tagen nicht. Im Berliner Bahn-Tower am Potsdamer Platz fallen große Worte. Ein „neues Zeitalter“ sei angebrochen. Es fällt gar das Wort „Revolution“. „Zumindest aber haben wir einen riesigen Schritt nach vorn gemacht. Wir haben es geschafft, unsere interne Kommunikation in das digitale Zeitalter zu übertragen“, sagt Jens Appelt, seit Oktober 2012 Leiter Multimedia-Kommunikation. Der Hamburger hatte zuvor die Social-Media-Aktivitäten des Konzerns aufgebaut.

Die Neuausrichtung der Mitarbeiterkommunikation unter digitalen Vorzeichen ist eine Mammutaufgabe. Und ein Thema, dass in der Kommunikationsbranche seit einiger Zeit heiß diskutiert wird: Wie sieht eine moderne Variante von interner Kommunikation aus? Wie erreicht man seine Mitarbeiter flächendeckend, jenseits von Print-Publikationen und dem klassischen, weitgehend statischen Intranet? Die Deutsche Bahn ist überzeugt, eine Antwort auf diese Fragen gefunden zu haben: „DB Planet“.

Bei „DB Planet“ handelt es sich um eine neue Kommunikationsplattform, genauer: um eine Art Mitarbeiter-Facebook. Jeder Bahn-Angestellte, im ersten Schritt nur in Deutschland, hat die Möglichkeit, sich anzumelden, ein Profil zu erstellen, mit anderen Mitarbeitern zu chatten und Gruppen zu gründen. In der Themenwahl sind die Mitglieder völlig frei. Einige tauschen sich über Apple-Produkte oder Haustiere aus, andere über arbeitsspezifische Fachfragen oder auch einfach über Nonsens. „Mit ICE-Verspätungen Chemtrails bekämpfen“ ist eine der beliebteren Gruppen. Geschlagen noch von „Singles bei der Deutschen Bahn“.

„DB Planet“ ist aber nicht einfach ein Facebook-Klon, sondern auch eine Nachrichten-Website. Bevor man auf sein individuelles Profil kommt, muss man an einem redaktionellen Bereich vorbeiscrollen. Dort rotieren mehrfach am Tag neue, unternehmensrelevante Nachrichten. Zum Teil sind das trockene Zahlen, zum Teil klassische Reportagen – oder auch mal Angebote für Mitarbeiterrabatte. In jedem Fall sollen die Informationen Mehrwert bieten. Dieser redaktionelle Teil lässt sich nicht wegklicken.

„Für uns ist ‚DB Planet‘ eine ganz wichtige Möglichkeit, unsere Mitarbeiter flächendeckend zu erreichen und mit News zu versorgen“, sagt Appelts Chef Tobias Geiger, der die interne Kommunikation verantwortet. Geiger hat zum Jahreswechsel Antje Neubauer beerbt, seine Funktion hat aber einen leicht veränderten Zuschnitt: Statt der PR, die Neubauer mitnahm in ihren neuen Bereich „Marketing & PR“, nennt er sich Leiter Interne Kommunikation und Digitalisierung – ein deutlicher Beleg für die gestiegene Relevanz des letzteren Themas für die Mitarbeiterkommunikation.

Die internen Informations- und Dialogmöglichkeiten der Bahn ans digitale Zeitalter anzupassen, ist dringend geboten (...)

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Ausschnitt aus einem ausführlichen Beitrag in der August-Ausgabe des prmagazins. Zum E-Paper

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