Piraten
Mehr Geld für Sprecherin

Anita Möllering, Piraten-Pressesprecherin
Die Piraten sind weiter bestrebt, ihre Kommunikation zu professionalisieren. So hat Anita Möllering, erste hauptamtliche Sprecherin der Partei, erfolgreich eine Erhöhung ihres spärlichen Gehalts erkämpft. Statt bisher 800 Euro monatlich bekommt sie künftig 1.100 Euro. „Außerdem halte ich mich radikal an meine Wochenarbeitszeit von 20 Stunden“, sagte Möllering. „Mehr mache ich nicht mehr aus Rücksicht auf meine Familie, meine wirtschaftliche Situation und meine Gesundheit.“
Im August hatte die 34-Jährige den Bundesvorstand der Piraten aufgefordert, die Leitung der Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen. Angesichts der knappen Arbeitszeit und der fehlenden Weisungsbefugnis wolle sie sich auf das Sprecheramt konzentrieren. Künftig trägt der Bundesvorsitzende Bernd Schlömer die Gesamtverantwortung für die Kommunikation. Im Juni, unmittelbar nach Möllerings Einstieg, hatten zwei ehrenamtliche Parteisprecher wegen interner Querelen und der hohen Arbeitsbelastung ihre Posten abgegeben. Mittlerweile hat Möllering vier Stellvertreter.
Zudem will sie auf dem Bundesparteitag Ende November in Bochum einen Antrag einbringen, um Strukturen und Prozesse in der Kommunikation zu regeln. Dieser soll auch Richtlinien für das Corporate Design enthalten, nachdem es Streit über die Verwendung des Logos durch einzelne Piraten-Gruppen gab. Der Bundesvorstand hat sie zudem um ein Konzept gebeten. „Wir sind eine Partei im Aufbau und Wachstum, da ist auch in der Kommunikation noch vieles improvisiert“, so Möllering. „Aber die Erkenntnis, dass wir klare Regeln brauchen, setzt sich immer mehr durch.“
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