Detailinformationen

Autor

Redaktion

verfasst am

08.08.2017

im Heft

08/2017

Schlagworte

Hintergrund

Die Roten Bullen sind Tabellenletzter.

Pressestellentest Bundesliga (1)

Nur Mist

Anlässlich der Katar-Krise wurde die Verantwortung bei Sportveranstaltungen im politischen Umfeld erneut diskutiert. Im Pressestellentest wollten wir von den Bundesliga-Klubs wissen, wie sie damit umgehen. In Teil eins stellen wir die Verlierer unserer Stichprobe vor. Sie schossen sich durch phänomenales Desinteresse am Thema ins Abseits.

Politik mag nicht immer sportlich sein, aber Sport ist oftmals politisch. Das zeigte zuletzt die Katar-Krise. Das Emirat am Persischen Golf sah sich dem Vorwurf ausgesetzt, terroristische Organisationen zu unterstützen. Auch die Fußball-WM 2022, die dort stattfinden soll, könnte in Gefahr sein. Im Pressestellentest wollten wir herausfinden, wie sich die deutschen Fußball-Erstligisten zu hoch politischen Themen positionieren.

Was die untere Ranking-Hälfte betrifft, lässt sich das Ergebnis in zwei Wörtern zusammenfassen: gar nicht. Unliebsame Presseanfragen werden ignoriert. Für die Kommunikationsabteilungen von millionenschweren Fußballvereinen kann das zum Problem werden. Zu den besseren Kandidaten zählt in der schlechteren Tabellenhälfte schon, wer wenigstens erreichbar ist. Eine Pressestelle, die klar kommuniziert, dass sie über ein Thema nicht sprechen will, ist immer noch besser als eine, die Anfragen einfach ignoriert. Anja Kleine-Wilde vom FC Schalke 04 und Lorenz Kubitz vom FC Ingolstadt 04 sagen schnell und unkompliziert ab. Eigentlich keine große Sache – aber es reicht für das Treppchen in der Hall of Shame.

Erstaunlich ist, dass selbst manche Pressestellen, die eigentlich bereit waren, die Fragen zu bearbeiten, es nicht schafften, die Ergebnisse innerhalb der Testwoche zu liefern. Viele Sprecher scheinen schlicht überlastet zu sein. Dabei verdient Nina Bickel von Eintracht Frankfurt besondere Erwähnung. Sie ruft uns an einem Sonntag zurück. Das ist Einsatz – nur ist die Deadline zu diesem Zeitpunkt schon verstrichen, weshalb wir die Antworten aus Fairness gegenüber den anderen Testkandidaten leider nicht berücksichtigen können.

Den kompletten Test lesen Sie in der August-Ausgabe des prmagazins.
Zum E-Paper.

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