Ulrich Porwollik
Permira-Mann macht sich selbstständig

Wollte nicht mehr pendeln: Ulrich Porwollik betreut seine Kunden von Hamburg aus.
Ulrich Porwollik hat in Hamburg unter seinem Namen eine Agentur für Topmanagementberatung und Krisenkommunikation gegründet. Bis August arbeitete der 49-Jährige als PR-Chef bei Permira Deutschland in Frankfurt am Main. Bei dem Finanzinvestor war der frühere Leiter der externen Kommunikation der Dresdner Bank Mitte 2008 eingestiegen. Wegen öffentlich umstrittener Investments bei dem Modehersteller Hugo Boss, dem Medienkonzern ProSiebenSat.1 sowie bei den Telekommunikationsfirmen Debitel und Freenet fanden sich die Briten hierzulande regelmäßig in den Negativschlagzeilen wieder.
Mit Porwollik holte Deutschland-Statthalter Jörg Rockenhäuser erstmals einen Kommunikator zu Permira. Bis dahin hatte die Private-Equity-Firma hierzulande mit der Kölner Agentur Ergo gearbeitet. Inzwischen hat der Kommunikationsbedarf bei Permira stark nachgelassen. Auf der Imageskala der Finanzbranche stehen mittlerweile die Banken ganz unten. Porwollik führt zudem private Gründe an: „Ich pendele seit acht Jahren zwischen Hamburg und Frankfurt. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich fragt, ob es nicht eine vernünftigere Lösung gibt.“ Permira bezahlt ihn künftig als Sprecher sowie Berater.
Ob und in welcher Form es einen Nachfolger geben wird, steht noch nicht fest. Für seine Agentur, so Porwollik, habe er eine Bank, einen Pharmahändler und einen mittelständischen Dienstleister als Kunden gewonnen.
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Aktuelle Kommentare
29.12.2012 19:57
Ich hoffe das wird keine Kommunikation wie sie Klaus Smolka in der letzten Ausgabe der Financial Time Deutschland am Beispiel von Permiras PR Mann beschrieb
http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:public-relations-an-der-leine-der-p[..] mit einem Manager des Finanzinvestors Permira. Anschließend Austausch der Geschäftskarten. Der ebenfalls anwesende PR-Mann grapscht dem Journalisten in die Hand hinein, entreißt ihm die gerade erhaltene Karte. Prüfend schaut er aufs Papier: "Keine Mobilnummer", konstatiert er, offenkundig zufrieden. Er wolle ja nicht, dass der Journalist den Manager direkt anrufe.
Der Grapscher war der - damals noch neue - PR-Mann von Permira. Besser kann man Vertrauen in ein Unternehmen nicht zerstören. Jahrelang hatte bis dahin der Dialog mit der Beteiligungsgesellschaft bestens geklappt: Für organisatorische Fragen stand ein hilfsbereiter und zurückgenommener Kommunikator einer Agentur bereit; aber für alle Fälle zeigten sich die Manager auch direkt ansprechbar. Nun nicht mehr.
Von Permira gibt es nur noch belanglose Floskeln. Und selbst wenn der PR-Mann etwas Gehaltvolles von sich gäbe, wäre die Information entwertet, denn wem traut man mehr: einem Manager im direkten Gespräch? Oder einem PR-Mann, der das Gespräch verhindert, stattdessen jegliche Aussage filtert und dann ein strategisch kalkuliertes Statement abgibt?
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Eine schallendere Ohrfeige für einen PR Mann habe ich selten gesehen.



