Jürg W. Leipziger
PR-Legende meldet sich zurück
Jürg W. Leipziger kooperiert künftig mit der Public-Affairs-Agentur Berlin Communications von Thomas Philipp Reiter. Die Zusammenarbeit ist bemerkenswert: Eigentlich hatte Reiter mit dem Kapitel Leipziger schon abgeschlossen, nachdem er 2007 mit mehreren Partnern die Nachfolgefirma der einstigen Erfolgsagentur der PR-Legende übernommen hatte. Doch statt den ehemaligen Branchenprimus zu neuem Glanz zu führen, zerstrittesich die Inhaber. Reiter stieg nach nur einem Jahr aus, im vergangenen Jahr musste die verbliebene Geschäftsführung der L&P Kommunikationsgesellschaft den Gang vor den Insolvenzrichterantreten. „Der Kontakt zu Jürg Leipziger ist nie abgerissen, und mit ihm gab es auch keine Probleme“, sagte Reiter. „Wir werden mit unserer Zusammenarbeit im PR-Geschäft noch einmal ganz neu anfangen.“
Der 64-jährige Leipziger soll Berlin Communications von seiner Franfurter Kommunikationsfabrik aus helfen, die Finanzkommunikation auf- und auszubauen. Dabei gehe es vor allem darum, ausländischen Finanzunternehmen den Finanzstandort Deutschland und die Bundespolitik zu erklären. „Jürg Leipziger kennt in der Bankenmetropole Frankfurt jeden und hat ein dichtes Kontaktnetzwerk in die dortigen Aufsichtsräte. Er kann uns Türen öffnen“, sagte Reiter. Russische Kunden wie die Regierung der Regionalhauptstadt Perm seien wichtige Geschäftstreiber für Berlin Communications.
„Es macht mir Spaß, junge, kompetente Leute wie Thomas Reiter dabei zu unterstützen, etwas auf die Beine zu stellen“, sagte Leipziger. Der GPRA-Ehrenpräsident rechnet seine Beratungsmandate zwar noch unter dem Namen Leipziger & Partner PR ab, schließt eine Rückkehr ins Agenturgeschäft jedoch aus: „Diese Zeiten sind definitiv vorbei.“



