Detailinformationen

Autor

Daniel Neuen

Redakteur

verfasst am

04.05.2012

im Heft

5/2012

Schlagworte

Meldungen

Bundeswehr

Regeln für die Truppe

Die Bundeswehr will in diesen Tagen erstmals Social-Media-Guidelines für Soldaten und Mitarbeiter einführen. Die Akademie für Information und Kommunikation sowie das Bundesverteidigungsministerium hätten die Arbeit an den Richtlinien fast abgeschlossen, sagte ein Bundeswehr-Sprecher dem prmagazin.

Die Regeln sollen Orientierung und Handlungssicherheit geben. Damit will die Bundeswehr der Fürsorgepflicht gegenüber ihrem Personal nachkommen. Zudem denke man über die Einführung eines freiwilligen „Social-Media-Führerscheins“ nach, so der Sprecher.

Die Bild-Zeitung hatte Anfang April über angebliche Morddrohungen eines Soldaten gegen einen Schauspieler berichtet, die bei Facebook veröffentlicht wurden. Das Blatt schrieb daraufhin unter Berufung auf ein internes Papier, die Bundeswehr rate ihren Mitgliedern von der Nutzung sozialer Medien im dienstlichen Umfeld komplett ab. Ein Verbot soll es laut dem Sprecher nicht geben: „Wenn Bundeswehr-Angehörige als Privatpersonen auf Facebook posten, müssen sie die Pflicht zur Verschwiegenheit in dienstlichen Angelegenheiten berücksichtigen. Eine Pflicht, die alle Äußerungen betrifft, unabhängig vom Medium. Darüber hinaus ist es jedem Angehörigen der Bundeswehr freigestellt, sich auf Social-Media-Plattformen zu äußern.

Die Bundeswehr sieht Social Media als eine Ergänzung ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Sie begrüße es, wenn ihre Angehörigen dort als Botschafter mitwirken, sagte der Sprecher. Es werde sogar dazu aufgerufen, sich in Diskussionen einzubringen, wie beispielsweise auf der Plattform WirDienenDeutschland.de.

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