Detailinformationen

Autor

David Selbach / Mitarbeit: Alexandra Jegers

Freie Autoren

verfasst am

05.10.2017

im Heft

10/2017

Schlagworte

Hintergrund

Globale Agentur-Networks sind kein Auslaufmodell, sie brauchen allerdings ein neues Betriebssystem.

Zukunft der PR-Networks

Sind die Networks am Ende?

Immer wieder flammt in der PR-Branche die Frage auf, ob internationale Agenturnetzwerke noch eine Zukunft haben. Das prmagazin will die Debatte fortführen und hat Agenturchefs und Kommunikatoren aus großen Unternehmen mit den gängigen Thesen der Kritiker konfrontiert. Die Meinungen gehen in vielem auseinander. Unterm Strich herrscht aber Einigkeit: Wenn das Geschäftsmodell Network sich weiterentwickelt, bleibt es aktuell.

Erst mal platzt Christiane Schulz kurz der Kragen: „Es würde mich sehr interessieren, woher diese Welle contra Netzwerke gerade wieder kommt“, keilt die Deutschland-Chefin von Weber Shandwick, als sie die prmagazin-Anfrage zur Zukunft der großen Agentur-Networks gelesen hat. Zugegeben: Unser Fragenkatalog klang womöglich etwas voreingenommen. Wir wollten wissen: Haben die Großagenturen sich bei kleinen Digitalspezialisten eingekauft, weil sie das Know-how selbst nicht aufbauen konnten? Stimmt es, was Insider sagen: dass Networks kein Social Media können? Gewinnen sie zwar Pitches, versagen aber in der operativen Ausführung? „Meine Netzwerk-Realität sieht sehr anders aus“, lässt Schulz wissen. Sie beteiligt sich dennoch an der Umfrage – vielleicht gerade deswegen.

Die kritischen Fragen sollten bei PR-Profis auf Agentur- und Kundenseite genau das erreichen: sie aus der Reserve locken. Die Antworten fielen entsprechend kontrovers aus. Einig waren sich am Ende alle Branchenkenner, dass Netzwerke vor großen Herausforderungen stehen. „Der Druck wird sich weiter erhöhen“, sagt etwa Heiko Kretschmer, Inhaber der Agentur Johanssen + Kretschmer. „Globale Netzwerke werden womöglich ihr gesamtes Geschäftsmodell überdenken müssen.“

Auch Christiane Schulz fordert, dass die großen Player sich neu erfinden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Netzwerke sind die Zukunft der Kommunikation“, ist die Weber-Shandwick-Chefin überzeugt. „Die Frage ist nur, wie man Netzwerke definiert.“

Mit folgenden, immer wiederkehrenden Thesen haben wir die PR-Profis auf Agentur- und Kundenseite konfrontiert:

These 1: Die Networks sind nicht digital genug.

These 2: Größe ist nicht mehr von Bedeutung.

These 3: Networks sind inhaltlich nicht auf der Höhe.

These 4: Networks verstehen lokale Anforderungen nicht.

These 5: Networks haben nicht die richtigen Mitarbeiter.

Was unsere Gesprächspartner dazu sagen und welche Zukunftsszenarien sie für Agentur-Konzerne sehen, lesen Sie in unserer Oktober-Ausgabe.

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