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Autor

Redaktion

verfasst am

08.09.2017

im Heft

09/2017

Schlagworte

Hintergrund

Leverkusen fährt im Pressestellentest den Meistertitel ein.

Pressestellentest Bundesliga-Klubs (2)

Trauerspiel

Im Pressestellentest wollten wir von den ­Bundesliga-Klubs der Saison 2016/17 wissen, wie sie mit der Katar-Krise umgehen. Im zweiten Teil sind die Ergebnisse der Gewinner: Leverkusen und Köln ­zeigen, wie man’s macht.

Ob gewollt oder nicht: Ein sportliches Event ist oft ein Politikum. Das zeigt sich nicht zuletzt an den Diskussionen um die Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft. Immer wieder wird die Frage diskutiert, ob Katar die WM 2022 ausrichten sollte – immerhin steht das Land im Verdacht, Terroristen zu unterstützen. 

Im großen Bundesliga-Pressestellentest wollten wir von den Erstligisten der Saison 2016/17 wissen, wie stark politische Fragen im Tagesgeschehen der einzelnen Vereine eine Rolle spielen. Die Verliererhälfte in der August-Ausgabe gab ein jämmerliches Bild ab: Kein einziger Kandidat lieferte eine Antwort auf die Testfragen. In der Gewinnerhälfte sieht es besser aus, aber auch hier ist längst nicht alles Gold.

Zu den glänzenden Ausnahmen zählt Dirk Mesch, der für Bayer 04 Leverkusen den Meistertitel einfährt. Er beweist, dass man politisch neutral bleiben und trotzdem ausführliche Antworten liefern kann. In einem langen Telefonat klärt er über Fakten und Hintergründe auf. So geht gute Presse­arbeit. Auch Tobias Kaufmann vom 1. FC Köln macht alles richtig, beantwortet in einem längeren Telefonat sämtliche Fragen und zeigt damit einmal mehr: Wer zum Hörer greift, ist in der Presse­arbeit klar im Vorteil. 

Hertha BSC, 1. FSV Mainz 05 und SC Freiburg schaffen immerhin ein „Gut“ und der HSV ein „Akzeptabel“, aber schon ab Platz 7 geht es bergab. Dass sich eine millionenschwere Industrie wie der deutsche Fußball unterm Strich mit einer so dürftigen Pressearbeit zufriedengibt, ist erstaunlich. Bis auf wenige Ausnahmen zeigen sich die Bundesligisten der Saison 2016/17 bemerkenswert desinteressiert – an Politik wie an Kommunikation.


DIE GESAMT-TABELLE

1) Bayer 04 Leverkusen 

2) 1. FC Köln

3) Hertha BSC

4) 1. FSV Mainz 05

5) SC Freiburg

6) Hamburger SV 

7) FC Bayern München

8) Borussia Mönchengladbach 

9) Deutscher Fußball-Bund

10) FC Schalke 04

11) FC Ingolstadt 04

12) SV Darmstadt 98

13) Borussia Dortmund

14) TSG 1899 Hoffenheim

15) VfL Wolfsburg

16) SV Werder Bremen

17) FC Augsburg

18) Eintracht Frankfurt 

19) RasenBallsport Leipzig

Den kompletten Pressestellentest (Teil 2) finden Sie in unserer September-Ausgabe.

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