Detailinformationen

Autor

Sandra Middendorf

Freie Autorin

verfasst am

05.11.2020

im Heft

11/2020

Schlagworte

Live-Events, Virtuelle Events, Dax-Umfrage

Das aktuelle Heft
Ausgabe 11/2020

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Virtuelle Events

Selbstverständlich digital

(Illustration: Vitechek/Adobe Stock)


Live-Events, egal für welche Zielgruppe, müssen während der Pandemie online stattfinden. Das prmagazin hat die Dax-Kommunikationschefs und -chefinnen gefragt, wie ihre Zwischenbilanz dazu ausfällt und wie sie die Zukunft sehen. 21 von ihnen haben uns von ihren Eindrücken berichtet. Tenor: Die Erfahrung wollen die PR-Profis nicht missen – aber sie sehnen die Zeit herbei, in der persönliche Begegnungen wieder uneingeschränkt möglich sein werden. Im Folgenden lesen Sie eine Auswertung (Auszug zum Anlesen aus unserer Printausgabe), alle Statements im Wortlaut finden Sie hier.


"Durch die Corona-Krise wurde vieles möglich, was in der Kommunikation vorher undenkbar schien“, sagt Carsten Tilger, Kommunikationschef von Henkel – mit Betonung auf „schien“. Allein weil es nicht nötig war, habe man die Digitalisierung nicht radikal zu Ende gedacht. „Corona hat das geändert.“ Für Tilger mit gutem Ergebnis: „Die neuen, digitalen Formate haben sich bewährt, die Resonanz darauf ist sehr positiv.“

Tatsächlich musste mit Beginn der Pandemie das gesamte Spektrum an Live-Events – von der Hauptversammlung über die Pressekonferenz bis hin zum Produkt-Launch und dem Townhall-Meeting – von jetzt auf gleich ins Netz verlegt werden. Für die Unternehmen war das ein Kraftakt.

Aber der Unmut darüber hält sich in den Kommunikationsabteilung in Grenzen, wie unser Stimmungsbild zeigt. Fast alle vermissen zwar den persönlichen Austausch und wünschen sich die Zeit herbei, in der analoge Live-Events wieder unbegrenzt möglich sein werden. Gleichzeitig zeigen sie sich jedoch begeistert von den Vorteilen und dem Erfolg der neuen Formate. Der erzwungene Wandel scheint selbstverständlich geworden, Digital nicht mehr wegzudenken zu sein.

„Corona zwingt uns, Altbewährtes neu zu denken. Das ist zunächst einmal eine Chance, der Kreativität freien Lauf zu lassen“, sagt Clarissa Haller von Siemens. Als Beispiel nennt sie Townhalls, die das Unternehmen mit der Verlagerung in die virtuelle Welt auch formal angepasst habe: „Wenige kurze Sessions haben die vielen langen Vorträge abgelöst, und mit Noonoouri hat zum ersten Mal ein Fashion-Avatar mit über 360.000 Instagram-Followern durch unsere Veranstaltung geführt.“

Auch Jörg Eigendorf von der Deutschen Bank zieht ein positives Resümee: „Wenn sie gut moderiert sind, haben digitale Diskussionsrunden tatsächlich auch Vorteile – vor allem ein viel größeres Publikum, das sich direkt einbringen kann.“ Ähnliches berichtet Stephanie Schunck von RWE: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich durch virtuelle Formate sogar viele neue Kontakte ergeben, weil sich der Teilnehmerkreis etwa an Webkonferenzen gegenüber herkömmlichen Veranstaltungen vergrößert.“

Zu schätzen gelernt haben viele Unternehmen die Effektivität der digitalen Kommunikation: „Digital bedeutet in den meisten Fällen ja auch schnell, schlank und effizient. Reise- und Transferzeiten werden weniger. Man kann die gesparte Zeit sinnvoller nutzen“, sagt Matthias Link von Fresenius. Und Christoph Beumelburg von HeidelbergCement resümiert: „Wir sind flexibler, schneller und teilweise auch effizienter geworden, insbesondere in der Gestaltung der Meetings.“

Dennoch: Den persönlichen Austausch, das Menschelnde vermissen alle Kommunikatoren. […]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der November-Ausgabe des prmagazins, warum bei den Dax-Kommunikationschefs die Sehnsucht nach persönlichen Begegnungen trotz aller positiven Erfahrungen wächst und wie sie auf die weitere Entwicklung in Sachen Digital-Events blicken.

>> Zu den kompletten Statements

Die prmagazin-Ausgabe 11/2020 – darin unter anderem:

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