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Autor

Bernd Fabritius

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Hier geht es zur Intranet-Studie von NetFederation

Intranet-Studie

Wenig sozial, kaum mobil

Web-2.0-Funktionen und der Dialog mit den Mitarbeitern spielen in den Intranets von Unternehmen eine untergeordnete Rolle. Das ergab eine Studie der Kölner Beratung NetFederation.

Das Diagramm zeigt: Unternehmen nutzen Intranets meist als lineares Medium. (Grafik: NetFederation)

An der Umfrage nahmen 50 interne Kommunikatoren aus Deutschland und Österreich teil. Das Intranet gilt demnach zwar als wichtigstes Instrument der internen Kommunikation, wird aber hauptsächlich als Top-down-Infokanal und zur Schaffung von Corporate Identity eingesetzt.

Nur die Hälfte der Befragten verwendet dialogorientierte Tools. Davon nutzen 70 Prozent Wikis, 57 Prozent Foren und 42 Prozent Blogs, nur 28 Prozent Social-Network-Funktionen und 17 Prozent Microblogging-Funktionen. Unternehmensnachrichten, Clippings, FAQs und Rundschreiben machen einen Großteil der Intranet-Inhalte aus. Meistgenutztes Angebot ist der Speiseplan.

Nur vier Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig Mitarbeiter nach ihrer Meinung zu fragen. Grund dafür ist laut Christian Berens, Managing Partner bei NetFederation: „Wenn Unternehmen eine Befragung durchführen, erwarten Mitarbeiter Ergebnisse und Reaktionen. Da auch kleine Änderungen oft viel Zeit benötigen, wird lieber der Kopf in den Sand gesteckt, um Probleme auszusitzen.“

Die Studie ergab, dass rund die Hälfte der Kommunikatoren die Bedienung des eigenen Intranets kompliziert findet. Zwar funktioniert der externe Intranet-Zugriff bei 58 Prozent der Unternehmen, drei Viertel der Befragten haben aber Sicherheitsbedenken. Nur acht Prozent ermöglichen die Darstellung von Intranet-Inhalten auf mobilen Endgeräten. Berens kritisiert das: „Vertrauliche Daten lassen sich mit einfachen Mitteln für den externen Zugriff sperren. Mobiles Intranet etwa braucht ohnehin ein eigens auf die Plattform angepasstes Konzept – beispielsweise als abgespeckte Extranet-Version.“

Drei Viertel der Unternehmen beschäftigen ausgebildete Online-Redakteure, die sich neben dem Intranet zunehmend auch um die Website kümmern. Berens zufolge mangelt es aber an Personal: „Wir erleben, dass Kommunikationsabteilungen oft unterbesetzt sind und zusätzlichen Dialog über das Intranet nicht stemmen können.“ Zudem bewerten 57 Prozent der Kommunikatoren die eigenen Social-Intranet-Möglichkeiten als mangelhaft oder ungenügend.

Zwei Drittel aller Befragten planen laut NetFederation einen Intranet-Relaunch, um den Einsatz sozialer Kanäle ausbauen zu können. „Unternehmen müssen Transparenz auch nach innen leben“, so Berens. „Stimmt die Kommunikation, steigen Motivation, Produktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit.“ Längerfristig senke ein beschleunigter Informationsaustausch die Kosten und steigere den Erfolg.

 

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