| Wie erklären Sie Ihren Freunden, was Sie tun? | Da halte ich es mit Albert Oeckl: „Arbeit in der Öffentlichkeit, Arbeit für die Öffentlichkeit, Arbeit mit der Öffentlichkeit“, um Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Akzeptanz (wieder-)zugewinnen. |
| Was sollte ein PR-ler nie tun? | Sich selbst in den Vordergrund spielen, andere diffamieren, illoyal sein, herumtricksen und natürlich lügen. Ach ja: anonyme Faxe von Autobahnraststätten senden. |
| Was muss ein PR-ler unbedingt können? | Von außen nach innen denken, auf Menschen zu- und mit ihnen umgehen können, eigene Standpunkte verständlich vertreten, andere verstehen und akzeptieren. |
| Für was/wen würden Sie nie arbeiten? | Für die diversen Unrechtsregime, Scientology und andere Sekten, links- und rechtsextreme Parteien und für den Bundestagsabgeordneten Jakob Mierscheid aus dem Hunsrück. |
| Warum sollten junge Menschen auf keinen Fall in die PR gehen? | Weil das manchmal ein sehr harter Beruf ist. Eigenes Handeln und dessen Ergebnisse und Folgen sind rasch sichtbar – besonders in Krisen. Das muss man aushalten können. |
| Warum sollten junge Menschen unbedingt in die PR? | Weil es wohl wenige ähnlich spannende und vielfältige Berufsbilder gibt, in denen man gestalten und sich einbringen kann. |
| Ihr Berufswunsch in der Grundschule? | Da hatte ich noch keinen Berufswunsch, eher Interesse am Toben im nahegelegenen Wald. |
| Wann und wie haben Sie gemerkt, dass PR Ihre Berufung ist? | Als ich Anfang der 80er Jahre in einer Bonner PR-Agentur auf politischem Gebiet Erfahrungen sammeln konnte. |
| Was wollen Sie nach der Pensionierung machen? | Öfter in Peru, dem Land meiner Ehefrau, sein und häufig Israel, meine alte Liebe, besuchen. |
| Ein Buch, das ein PR-ler unbedingt gelesen haben muss? | „Störfall-Fieber“ von Hans Mathias Kepplinger und Uwe Hartung. Hat seit Mitte der 90er Jahre nichts an Aussagekraft für uns PR-Arbeiter verloren. |
| Ihre Lieblingspersönlichkeit in der Branche? | Professor Walter von Wartburg, ehemaliger Kommunikationschef von Ciba-Geigy/Novartis in Basel. Ein Mann mit Weitblick. |
| Eine Meisterleistung der PR war ... | ... der „YesWeCan“-Wahlkampf von Barack Hussein Obama, der erstmals einen Schwarzen zum US-Präsidenten machte – und das bei diesem Namen. |
| Wer braucht zurzeit dringend einen guten PR-Berater? | Mehr als je zuvor die internationale Bankenwelt. |
| Und warum? | Dort gibt es eine für das Image bedrohliche Art kollektiver Amnesie, wenn zum Glück auch nicht bei allen beteiligten Instituten. |
| Wer sollte diesen Fragebogen noch ausfüllen? | Andreas Bruck, Wincor Nixdorf. |