Detailinformationen

Autor

prmagazin

Redaktion

im Heft

10/2016

Zur Person

Daniela Puttenat

Siemens Wind Power

Die Fragen stellte: Oliver Struckmeier, 3K

1 Was gefällt dir daran, PR für Windkraft zu machen?

Energie-PR finde ich spannend, weil das Thema so essenziell ist. Ohne Energie kein Leben. Energiethemen sind zukunftsgerichtet, gehen über unsere Generation hinaus.

2 Was antwortest du Kritikern, die von einer Verschandelung der Landschaft reden?

Sie mögen mir eine Energieform nennen, die nicht in die Landschaft eingreift. Es geht nicht primär um Ästhetikfragen.

3 Ärgerst du dich manchmal über einige Journalisten?

Ja, wenn forsches Halbwissen und eine tendenziöse Berichterstattung erkennbar sind. Egal ob Windkraftanlagen oder Fracking: Fakten scheinen nebensächlich, solange es einen Scoop gibt. Aber man lernt, damit professionell umzugehen. Wenn es nicht persönlich wird, ist es okay.

4 Und wie geht man mit provokanten Fragen um?

Sachlich antworten, freundlich bleiben. Die wichtigsten Botschaften wiederholen. Beispiele aus dem Alltag aufzeigen.

5 Nimmt die mediale Aufgeregtheit zu?

Ja. Sie ebbt auch schnell wieder ab, aber Schaden wird gerade in Social Media genug angerichtet. Es sollte stets gelten: Erst denken, dann tweeten und posten.

6 Was sind die größten Fehler in der Krise?

Emotionen zu unterschätzen. Mancher geht mit Sachargumenten vor und fragt sich, warum die Empörung nicht abnimmt. Es geht auch um die Frage: Was macht diese Krise mit meinen Stakeholdern? Und: Wie reagieren wir auf die mitschwingenden Emotionen?

7 Weitere Fehler in Krisensituationen?

Oft wird zu spät reagiert, die Chance auf Meinungsführerschaft verspielt. Die sogenannte Salamitaktik ist auch ganz schlecht. Es kommt eh meist alles heraus.

8 Du hast als PR-Coach ein Handbuch für Berufseinsteiger geschrieben. Die zweite Auflage erschien 2012. Kommt eine dritte?

Ja, die dritte Auflage wird vollständig aktualisiert im nächsten Jahr erscheinen. In nur vier Jahren hat sich in unserem Berufsfeld wieder eine Menge geändert.

9 In welchen Bereichen hat sich am meisten verändert?

Das Kapitel Social Media bekommt noch mehr Platz – in diesen Kanälen sollte sich jeder PR-Schaffende auskennen. Auch die Art, wie PKs, Kampagnen oder Medienkooperationen ablaufen, hat sich gewandelt.

10 Was rätst du PR-Einsteigern?

Alles ausprobieren, was passt. Spielerisch bleiben, nicht verkrampft den PR-Jahresplan abarbeiten. Und einfach mal „old school“ einen Journalisten oder einen wichtigen Stakeholder direkt – Achtung – anrufen. Das kann Wunder wirken.

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