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Autor

Sarah Sommer

Freie Autorin

verfasst am

07.03.2018

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Enterprise Social Networks

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Enterprise Social Networks sind derzeit der Trend in der internen Kommunikation. Die firmeneigenen Plattformen nach dem Vorbild von Facebook und Co sollen die globale Zusammenarbeit der Mitarbeiter vorantreiben und den Kulturwandel befördern. Ein Blick auf Allianz, Deutsche Lufthansa und Continental.
 


Wenn der Vorstandsvorsitzende den Chatroom betritt, blinkt an tausenden Desktop- und Laptop-Bildschirmen, Tablets und Smartphones von Allianz-Mitarbeiter weltweit
das Logo von „AllianzConnect“ auf, der konzerninternen Social-Media-Plattform. Nur wenige Beschäftigte lassen sich die Chance entgehen, dem Top-Manager des globalen Versicherungskonzerns direkt Fragen zu aktuellen Themen zu stellen, sich seine Antworten im Video-Livestream anzusehen oder die Anliegen von Kollegen durch einen Klick auf den Like-Button zu unterstützen.

„Im sozialen Firmennetzwerk gelten letztlich ähnliche Regeln wie in den sozialen Medien überall: Interessante, prominente Personen und Themen, die den Leuten wirklich auf den Nägeln brennen, ziehen am besten und sorgen für eine besonders große Reichweite“, sagt Portalmanager Michael Wegscheider, im Team Group Communications & Corporate Responsibility für die strategische Weiterentwicklung des internen sozialen Netzwerks verantwortlich.

Die Münchner experimentieren schon seit einigen Jahren mit sozialen Plattformen, sogenannten Enterprise Social Networks. Der Versicherer hat es mit Wikis ausprobiert, mit Sharepoints und klassischen Intranetlösungen in den einzelnen Tochtergesellschaften. „Aber das war alles nicht interaktiv genug und hat die Mitarbeiter nicht wirklich motiviert, sich einzubringen, ihr Wissen zu teilen und sich zu vernetzen“, berichtet Wegscheider.

Genau das ist aber das Ziel der Kommunikatoren, die dafür sorgen wollen, dass die Unternehmenskultur der Gruppe mit dem digitalen Wandel in der Versicherungsbranche Schritt hält. Die Allianz will zum einen eine digitale Infrastruktur für eine Arbeitswelt aufbauen, in der jeder Mitarbeiter jederzeit mit jedem anderen Kollegen  auf der Welt in Kontakt treten und gemeinsame Projekte starten kann – in direktem Austausch mit Einzelnen, in Teams und Projekten und in großen  Communitys.

Zum anderen wollen die Kommunikatoren den kulturellen Veränderungsprozess steuern und begleiten, den diese neue Arbeitswelt nach sich zieht. „Dazu brauchen wir eine Plattform, die uns die nötige globale Reichweite im Konzern bringt“, erklärt Wegscheider.

Gemeinsam mit der konzerneigenen IT entwickelte die Allianz-Kommunikation daher im Jahr 2012 die „Connect“ Plattform auf Basis der US-Social-Collaboration-Software „Jive“. Über „Connect“ können Mitarbeiter den Aktivitäten anderer Kollegen folgen, Gruppen gründen, Dokumente teilen, Umfragen, Chats und Events starten, Beiträge kommentieren, Fotos oder Videos posten und Likes ver- teilen.

Das erinnert nicht zufällig an Kommunikationsformen und Formate, die öffentlich zugängliche Social-Media-Plattformen wie Facebook anbieten. „Unternehmen knüpfen mit Enterprise Social Networks an Gewohnheiten an, die Mitarbeiter aus dem privaten Bereich mitbringen“, sagt Holger Sievert, Professor für Kommunikationsmanagement an der Hochschule Macromedia in Köln. „Damit verbinden sie die Hoffnung, dass Mitarbeiter die Plattformen schnell und ohne großen Schulungsaufwand als neuen Kommunikationskanal akzeptieren.“

Höhere Produktivität, größere Innovationskraft, einen verbesserten Informationsfluss im Unternehmen, schnellere Prozesse und eine bessere Zusammenarbeit über Abteilungs- und Ländergrenzen hinweg – das sind die Ziele, die nicht nur die Allianz mit ihrem Social Network verfolgt.

Einer aktuellen Umfrage der Macromedia-Hochschule unter 500 deutschen Unternehmen zufolge spielen interne soziale Medien bereits bei jedem fünften Unternehmen aus diesen Gründen eine wichtige Rolle. Noch drei Jahre zuvor hatte nur jedes zehnte Unternehmen entsprechende Software aktiv genutzt. [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Den kompletten Beitrag über Enterprise Social Networks lesen Sie in unserer März-Ausgabe.


Die März-Ausgabe des prmagazins ist da. Darin unter anderem:

Der Analytiker: Christoph Zemelka ist ein Vordenker der PR-Zunft. In der Dieselaffäre aber ist er zum Schweigen verdammt.

Enterprise Social Networks: Interne Kommunikatoren müssen zu Community-Managern werden – für viele ein völlig neues Feld.

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