Fink & Fuchs

Alexandra Groß

1) Auftragsinhalte:
a) Die Nachfrage nach Agendasetting war definitiv ein Schwerpunkt in 2019, sowohl im Consumer- als auch im Business-to-Business-Umfeld. Die Weiterverwertung der Themen in den sozialen Medien hat dabei zu mehr Film- und Videoprojekten geführt. Stark angezogen hat auch die Nachfrage nach vertriebsunterstützenden Social-Media-Kampagnen.

b) Crossmediale Kampagnen haben nach wie vor Konjunktur, vor allem im Bereich der Arbeitgeberkommunikation. Nach wie vor gilt: Content Marketing und Influencer Relations führen wesentlich weiter als die klassische Medienarbeit und sind inzwischen fest im Kommunikationsalltag verankert. Data Storytelling hat noch einmal Fahrt aufgenommen und ist Startpunkt vieler crossmedialer Kampagnen.

c) Digitales hat einen festen Platz in der Kommunikation, eine Unterscheidung zwischen analog und digital findet längst nicht mehr statt. Für die Kunden ist es wichtig, dass Inhalte über sämtliche relevanten Kanäle ausgespielt werden und die Story entsprechend aufbereitet wird. Videoproduktionen gehören dabei inzwischen zum Standardrepertoire. VR/AR spielt allerdings noch eine untergeordnete Rolle.

d) Im Zusammenhang mit Fake News haben wir unser Angebot „Trusted Content“ entwickelt. Das war uns wichtig. Im Business-to-Business-Umfeld unserer Kunden spielen Fake News aber eine eher untergeordnete Rolle. Das gilt auch für alle Purpose-Themen.
Fink & Fuchs steht seit über 30 Jahren für zielorientierte und nachhaltige Kommunikation. Wir wollen auch in den nächsten Jahren Kommunikation weiterdenken und arbeiten mit Forschungspartnern wie der Hochschule Darmstadt und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) – um zwei Beispiele zu nennen – an entsprechenden Projekten.

e) Viele Kommunikationsabteilungen im B2B-Umfeld müssen sich noch an Clippings und Share of Voice messen lassen. Der Wunsch nach neuen Messkriterien, die die kommunikative Wertschöpfung untermauern, ist aber vorhanden. Gemeinsam denken wir mit den Kunden Zielsetzungen und ihre Messbarkeit weiter.

2) Auftragsumfang:
Der Umfang der Einzelaufträge steigt aufgrund der crossmedialen Anforderungen an Kommunikationsprojekte weiterhin. Wir spüren ein stärker ansteigendes Projektgeschäft, wobei nach wie vor über 75 Prozent unserer Aufgaben im Rahmen von Gesamtetats anfallen. Kunden erledigen aufgrund der ausdifferenzierten Kommunikationsaktivitäten weniger Aufgaben selbst. Vor allem die Erstellung von Content für die unterschiedlichen Kanäle wird ausgelagert. Daher haben wir die Bereiche Text, Video/Audio und Kreation in den letzten Jahren ausgebaut. Kunden sehen die Synergieeffekte, wenn alles inhouse und aus einer Hand produziert werden kann.

3) Budgethöhe:
Die Höhe der einzelnen Etats in unserem Kundenportfolio ist leicht gestiegen. Viele Kunden starten mit kleineren Etats oder Einzelprojekten und bauen die Zusammenarbeit dann sukzessive aus.

4) Neukundengewinnung:
Das aufgrund der Konvergenz bei den Kommunikationsdisziplinen sehr komplexe Wettbewerbsumfeld macht sich bei den meisten Pitches und Ausschreibungen bemerkbar. Letztlich spornt mehr Wettbewerb zu besseren Lösungen an.

5) Ausblick:
Wir gehen von leicht steigenden Budgets aus. Das Entwickeln und Managen guter Inhalte und Stories entlang der Customer Journey bleiben eine Kernaufgabe. Zusätzliche Aufträge sehen wir in einem umfassenden Monitoring von Trends und Themen und vertriebsunterstützenden Kampagnen.

6) Weitere bemerkenswerte Trends/Entwicklungen/Herausforderungen:
Personalmarketingkampagnen stehen bei so ziemlich allen Kunden auf der Agenda. Es braucht kluge und kreative Ideen, um als Arbeitgeber in der Masse wahrgenommen zu werden. Im Business-to-Business-Bereich hat die kommunikative Begleitung von Veränderungsprozessen weiter Hochkonjunktur. Der Beratungsbedarf ist hier ungebrochen hoch.