Fink & Fuchs

Alexandra Groß

1) Auftragsinhalte:
Grundsätzlich bleibt die Nachfrage nach crossmedialen Kommunikationslösungen hoch. Content Marketing ist und bleibt wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Steigende Nachfrage erfahren wir dabei rund um Content-Wertschöpfung und Lösungen, die im Sinne von Leadgenerierung direkte vertriebsunterstützende Wirkung haben.

b) Betrachtet man die Zielsetzungen, die hinter den Aufträgen stecken, führen nur disziplinübergreifende Kampagnen zu guten Ergebnissen. Demnach steigt die Nachfrage hier weiter an. Vor allem in der Arbeitgeberkommunikation ist das Zusammenspiel von PR, Marketing und Werbung inzwischen Angebotsstandard bei Fink & Fuchs. Content Marketing und Influencer Relations führen wesentlich weiter als die klassische Medienarbeit und sind kein Trend mehr, sondern im Kommunikationsalltag angekommen. Weitere Themen, die in 2018 verstärkt hinzugekommen sind und auch 2019 nicht an Dynamik verlieren werden, sind Data Storytelling und Automatisierung der Kommunikation.

c) Die Umsatzkurve im Digitalgeschäft steigt weiter an, da es kaum noch Kundenaufträge gibt, die zwischen analog und digital unterscheiden. Letztlich hängt es von der zu erreichenden Zielgruppe ab. Wir haben stark in crossmediale Teams investiert, die Content in unterschiedlichen Formaten für die Verteilung bereitstellen. Das wirkt sich positiv auf die unterschiedlichsten Kommunikationsfelder aus: Influencer Relations, Social Media, Digital Marketing – ja, und auch Media Relations. Virtual beziehungsweise Augmented Reality spielen eher eine untergeordnete Rolle, die Entwicklung von Chatbots und Skills für Voice-Anwendungen sind neu im Angebotsportfolio.

d) Grundsätzlich sollten Agenturen mit hohem Qualitätsanspruch immer auch zu aktuellen Themen eine Haltung entwickeln. Dies wollen auch die Auftraggeber sehen. Grundsätzlich wirkt sich die Diskussion um Fake News bei uns aber nur begrenzt auf Aufträge aus. Im B2B-Geschäft geht es doch unaufgeregter zu.

e) Ist die Forderung nach mehr Messbarkeit der Kommunikationsarbeit im Jahr 2018 auf Kundenseite nochmals lauter geworden? Das kann man so sagen. Wir begrüßen das, da wir so mit den Auftraggebern wesentlich effektiver an Zielsetzungen, den Messkriterien und der Interpretation von Ergebnissen arbeiten können.

2) Auftragsumfang:
Der Umfang der Einzelaufträge steigt aufgrund der crossmedialen Anforderungen an Content-Marketing-Kampagnen weiterhin – auch innerhalb der Retainer-Mandate. Kunden lagern eher mehr Aufgaben aus als weniger. Wir spüren ein stärker ansteigendes Projektgeschäft, wobei nach wie vor über 80 Prozent unserer Aufgaben im Rahmen von Gesamtetats anfallen. 

3) Budgethöhe:
Größtenteils gestiegen. Dies ist auf die steigende Nachfrage von crossmedialen Aufträgen in den Bereichen Arbeitgeber- und Technologiekommunikation zurückzuführen. 

4) Neukundengewinnung:
Das inzwischen sehr komplexe Wettbewerbsumfeld macht sich bei den meisten Pitches und Ausschreibungen natürlich bemerkbar. Dies treibt uns aber weiter an, die Qualität unserer Lösungen stetig zu erhöhen.

5) Ausblick:
Kommunikation hat nach wie vor Konjunktur, auch wenn die Marktprognosen sich eintrüben. Wir gehen davon aus, dass die Auftragsvolumina auch in 2019 zunehmen werden. Das gemeinsame Entwickeln neuer, überraschender Kommunikationslösungen wird von den Kunden verstärkt eingefordert. Storytelling bleibt die Kernaufgabe. Auch wenn die Story in unterschiedlichen Formaten erzählt und crossmedial ausgespielt wird. Wir sehen zusätzliche Aufträge in einem umfassenden Monitoring von Trends und Themen, vertriebsunterstützenden Kampagnen sowie einem aussagekräftigen Kommunikationscontrolling. 

6) Weitere bemerkenswerte Trends/Entwicklungen/Herausforderungen:
Wir gehen davon aus, dass die kommunikative Begleitung von Veränderungsprozessen in Unternehmen und Institutionen weiter an Bedeutung gewinnen wird. Der Beratungsbedarf ist hier sehr hoch.