Detailinformationen

verfasst am

07.03.2018

im Heft

03/2018

Das aktuelle Heft
Ausgabe 03/2018

 

Zum Inhalt

Zum E-Paper

Abos und Einzelhefte

Die Analyse

BMW raus aus der Schmuddelecke

Die Nachricht von Abgastests an Affen verleiht der Dieselaffäre neue Dynamik. Linkfluence hat für das prmagazin die Reaktionen in regionalen und überregionalen Printmedien ausgewertet. Bemerkenswert: BMW kommt deutlich besser weg als VW und Daimler. 

Machen wir es kurz: Es gibt keine einzige positive Reaktion in den 61 qualitativ ausgewerteten Artikeln. Nach Bekanntwerden der Versuche an Affen und Menschen ist die Tonalität in 49 Beiträgen negativ, in den übrigen 12 neutral. Die Dickschiffe der deutschen Autoindustrie stehen mit 35 Prozent (VW) und 21 Prozent (Daimler) negativ im Fokus. Bemerkenswert ist: BMW steht mit nur 14 Prozent der Nennungen sogar besser da als die deutsche Autoindustrie allgemein (17 Prozent). Namentlich wurden Daimler- CEO Dieter Zetsche und VW-Cheflobbyist Thomas Steg am stärksten kritisiert.

Hinter den Tierversuchen stand die Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT), die die drei großen Autobauer gemeinsam betrieben und die Mitte 2017 aufgelöst wurde. Die EUGT beauftragte 2014 ein US-Institut, zehn Affen vier Stunden lang in einem geschlossenen Raum den Abgasen eines VW Beetle auszusetzen.

Schon 2013 soll die EUGT Mediziner der Uniklinik Aachen dafür gewonnen haben, Versuche mit niedrig konzentriertem Stickstoffdioxid an 25 jungen, gesunden Menschen durchzuführen. „Natürlich haben die Autohersteller von den Tests an Affen und menschlichen Probanden gewusst. Die jetzige Reaktion der Autovorstände ist für mich daher nicht nachvollziehbar“, zitiert Spiegel Online (30. Januar) Helmut Greim, den Vorsitzenden des EUGT-Forschungsbeirats.

Vorgeschützte Unwissenheit bewahrt die Autobauer nicht vor massiver Kritik – speziell aus der Politik, die bei fünf von sechs in den Medien namentlich genannten Meinungsträgern vorn liegt. Dass Daimler-Chef Dieter Zetsche als einziger CEO der drei Hersteller erwähnt wird, liegt vorrangig an der Bilanz-PK, die in den Auswertungszeitraum fiel. Dort wurde er auf die Tierversuche angesprochen. [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Die komplette Medienanalyse lesen Sie in unserer März-Ausgabe.

Die März-Ausgabe des prmagazins ist da. Darin unter anderem:

Der Analytiker: Christoph Zemelka ist ein Vordenker der PR-Zunft. In der Dieselaffäre aber ist er zum Schweigen verdammt.

Enterprise Social Networks: Interne Kommunikatoren müssen zu Community-Managern werden – für viele ein völlig neues Feld.

Ausgabe kaufen, Abo/Probeabo abschließen oder E-Paper anfordern

Aktuelle Kommentare zu diesem Beitrag

Noch keine Kommentare.

Kommentare werden moderiert.

Kommentar verfassen

Adding an entry to the guestbook

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spam-Abwehr.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.