Instinctif Partners

Carsten Böhme

1) Auftragsinhalte:
a) und b) Grundsätzlich beobachten wir eine kontinuierliche Verschiebung der Kundenaufträge hin zu ganzheitlichen Lösungsansätzen. Medienarbeit, Public Affairs, Investor Relations, Digitale Kommunikationselemente, internationale Reichweite müssen ineinandergreifen – und werden zunehmend auch so bei uns abgefragt. Selbst typisch einzeln beauftragte Leistungen, wie Geschäftsberichte oder Hauptversammlungen, gehen über reine Redaktion, Grafikleistungen beziehungsweise Eventmanagement hinaus.

Entscheidend bei der Beauftragung ist und bleibt aber die Branchenexpertise. Unsere jeweilige Marktexpertise wird in den Kundenaufträgen immer mitgekauft und entsprechend gesucht (insbesondere in den Bereichen Finanzindustrie, Versicherungen, TMT, Energie/ Umwelt, Immobilien, Life Science/Pharma, Industrie, Food/Agrar).

c) Der Umsatzanteil des operativen Digitalgeschäfts steigt seit Jahren kontinuierlich an und liegt aktuell bei 15 Prozent. Dies berücksichtigt nicht die strategische Beratungsleistung, die natürlich IMMER auch digitale Perspektiven berücksichtigt, sondern Kreativleistungen in den Bereichen Webdesign, Social Media, Corporate Publishing und Film. Aber es gibt auch Aufträge, die ohne eine digitale Komponente auskommen (müssen).

VR spielt bislang erst eine geringe Rolle, sollte aber in den kommenden Jahren zunehmen. KI ist inhaltlich ein Thema unserer Kunden, weniger unserer eigenen Leistung.

d) Die Diskussion um Fake News und die Forderung, „Haltung“ zu zeigen, mag neu sein, für unsere Werte ergibt sich hieraus jedoch keinerlei Neuerung. Wir beziehen in den Kundenbeziehungen schon immer eine klare Position bezüglich der Do’s und Don’ts der Kommunikation.

e) Die Forderung nach mehr Messbarkeit der Kommunikationsarbeit ist im Jahr 2018 nicht nochmals lauter geworden. Das Verständnis unserer Kunden ist diesbezüglich sehr professionell.

2) Auftragsumfang:
Einzelne Etats sind 2018 deutlich gewachsen, da die fortschreitende Integration Kunde/Agentur eine entsprechende Vertiefung der Zusammenarbeit automatisch zur Folge hat. Dies gilt für langjährige Kunden gleichermaßen wie für Neukunden. Darüber hinaus wächst unser Projektgeschäft. Dies ist insbesondere auf unser Angebot in den Bereichen Public Affairs (Berlin, Brüssel, London) und Investor Relations (Jahres- und Quartalsberichte, IPO) zurückzuführen.

3) Budgethöhe:
Im Durchschnitt sind die Etats konstant geblieben.

4) Neukundengewinnung:
Das Interesse an Instinctif Partners in Deutschland ist 2018 gestiegen. Wir haben mehr Anfragen aus dem In- und Ausland erhalten. Allerdings sind die Auswahl- und Einkaufsprozesse nochmals komplexer und langsamer geworden. Die erhöhte Unsicherheit durch Brexit oder Handelsdiskussionen haben einige Entscheidungsprozesse zudem verzögert.

5) Ausblick:
Wir erwarten kontinuierliches Wachstum für integrierte Mandate, die neben klassischer Medienarbeit auch politische und/oder kapitalmarktrelevante Elemente benötigt.
Besondere Impulse zeichnen sich unverändert ab in den Bereichen: Börsengänge/IPOs, CyberRisk-Beratung, digitale Public-Affairs-Lösungen. Zudem sollten Unternehmen auch mit gewonnener Klarheit beim Brexit wieder etwas entscheidungsfreudiger werden.

6) Weitere bemerkenswerte Trends/Entwicklungen/Herausforderungen:
Im Rahmen eines integrierten Reputationsmanagements sehen wir unverändert eine zunehmende Bedeutung für einen professionellen Business-Resilience-Ansatz, insbesondere vor dem ansteigenden Cyber-Risiko. Von der Identifikation bis zum Verstehen von Risiken, der Handhabung kritischer Themen und dem akuten Krisenmanagement bedarf es eines strukturierten Beratungsansatzes. Das gilt für börsennotierte Gesellschaften wie für Familienunternehmen gleichermaßen, vom IT-Unternehmen bis zum Lebensmittelhersteller.