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David Selbach

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LinkedIn

Das bessere Netzwerk


Am 5. März 2018 veröffentlichte Siemens-CEO Joe Kaeser seinen ersten Beitrag bei LinkedIn.


LinkedIn boomt. Im deutschsprachigen Raum gilt das soziale Netzwerk als neues Facebook für Unternehmen. Auch dem Rivalen Xing läuft die Plattform den Rang ab. Warum immer mehr Firmen und Führungskräfte LinkedIn nutzen und was dabei zu beachten ist.


Kann solch ein Post Erfolg haben? Satte 9.100 Zeichen lang war der erste Beitrag von Siemens-CEO Joe Kaeser auf LinkedIn. Es war ein englischsprachiger Fachaufsatz über die Frage, wie wir als Gesellschaft „die vierte industrielle Revolution gestalten“ können. Er enthielt zwar ein Beitragsfoto mit Roboterhand, aber ansonsten keine Bilder, kein Video, keine Infografiken, Checklisten oder nutzwertige Anleitungen, und im Titel stand auch kein Klick-verführendes Versprechen à la: „Hier erfahren Sie, wie Sie die Industrie 4.0 meistern“.

Am 5. März dieses Jahres debütierte Kaeser mit dieser Bleiwüste auf dem Karriereund Business-Netzwerk von Microsoft. Und siehe da: Er sammelte fast 1.000 Likes und mehr als 80 Kommentare. Der Beitrag wurde über 200 mal geteilt. Ein respektabler Erfolg, findet Patrick Naumann, bei Siemens für Influencer Engagement und Social Media verantwortlich. „LinkedIn ist anders als andere soziale Netzwerke“, erklärt Naumann, der die LinkedIn-Aktivitäten von Joe Kaeser begleitet. „Wir haben festgestellt, dass dort lange Artikel mit bis zu 2.000 Wörtern am besten funktionieren.“ Kaesers Industrie-4.0-Aufsatz hatte rund 1.500. Man stelle sich das mal auf Facebook vor.

„LinkedIn ist schon länger im Kommen“, sagt Daniel Rehn, Digital Trendscout bei der Hamburger Agentur achtung! Kommunikation. „Es entwickelt sich zum Facebook für Unternehmen.“ Die Plattform habe sich sehr geschickt an den Bedürfnissen deutscher Nutzer orientiert. Im Zentrum steht, wie bei allen anderen auch und gelernt, der News-Stream. „Im Gegensatz zu Facebook ist LinkedIn durch den Business-Fokus angenehm entschleunigt und sachorientiert geblieben“, sagt Rehn.Wichtige Funktionen wie eine saubere Darstellung von Medieninhalten im Stream oder Informationen zu Besuchern des Profils sind kostenlos, während der deutsche Konkurrent Xing erst kürzlich die Link-Vorschau eingeführt hat.

Die Zahl der Nutzer im deutschsprachigen Raum hat sich innerhalb der vergangenen neun Jahre verelffacht: von einer Million im Jahr 2009 auf elf Millionen 2018. Die Plattform treibt das Wachstum im deutschsprachigen Raum voran: in der zweiten Jahreshälfte weihen die Amerikaner in Berlin ihren zweiten Standort nach München ein.

Auf LinkedIn tummeln sich überproportional viele Dax-Konzerne und weltweit agierende Mittelständler, international vernetzte Wissenschaftler und Mitarbeiter vieler Start-ups. Die Dichte an Business-Leuten und Akademikern ist hoch, zudem sind viele Führungskr.fte hier unterwegs. „Wenn man so will, ist LinkedIn im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken das, was Brandeins im Vergleich zu Focus und Co ist“, frotzelt achtung!-Experte Rehn. „Tatsächlich am Thema interessiert und nicht am schnellen Klick.“

Das Portal Business Insider wählte LinkedIn unlängst zum mit Abstand vertrauenswürdigsten und effektivsten sozialen Netzwerk überhaupt. Sascha Pallenberg, Head of Digital Content bei Daimler, wetterte im Februar in einem Livestream, wie zugemüllt andere Netzwerke inzwischen seien – und wie wohltuend dagegen LinkedIn. „Die Qualität des Newsfeeds ist im Vergleich zu Facebook und Twitter so unglaublich viel besser“, schwärmte er. „Die trennen keine Welten – das sind Galaxien.“ [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Den vollständigen Beitrag lesen Sie in unserer April-Ausgabe.


Die April-Ausgabe 2018 ist da. Darin unter anderem:

Der Komplize: Nach der Achterbahnfahrt bei Stada soll Frank Staud den Umbau des Pharmakonzerns begleiten und für Ruhe sorgen.

LinkedIn: Das soziale Netzwerk gilt als neues Facebook für Unternehmen. Warum Firmen und Führungskräfte auf die Plattform stehen.

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