Detailinformationen

Autor

Reaktion

verfasst am

28.01.2021

im Heft

01/2021

Schlagworte

Social-Media-Analyse, Volkswagen, Rassismus, Jan Böhmermann, Krisen-PR, Krisenkommunikation, Content-Centricity-Analyse, pressrelations

Das aktuelle Heft
Ausgabe 01/2021

Zum Inhalt

Abos und Einzelhefte

Volkswagen

Liebling im Kreuzfeuer


Die Content-Centricity-Analyse zeigt, mit welchen Themen Volkswagen 2020 in der Kritik stand.


Kaum ein Tag, an dem Volkswagen nicht die Titelseiten ziert. Zuletzt ploppten im November Vorwürfe wegen Rassismus im Zwickauer Werk hoch. Der Satiriker Jan Böhmermann holte daraufhin im ZDF zum Rundumschlag gegen den Autobauer aus. Für das prmagazin hat pressrelations die öffentliche Debatte über
VW zwischen dem 1. Januar und dem 15. Dezember 2020 aus vier Perspektiven analysiert.


Volkswagen gilt international als Aushängeschild der deutschen Wirtschaft.
Von jährlich 3,6 Millionen neu zugelassenen Autos auf deutschen Straßen rollt rund ein Drittel aus den Werken der Wolfsburger. Die Kehrseite: Auch die Liste der Aufreger rund um VW ist lang.

Eine Civey-Umfrage im Dezember 2020 macht deutlich, welche Skandale dem Image des Autobauers den größten Schaden zugefügt haben. Neben der Manipulation von CO2-Emissionstests sind das vor allem interne Machkämpfe (31,4 Prozent) und die Arbeitsbedingungen in der Uiguren-Region Xinjiang (16,8 Prozent).

Wegen der komplexen Themenlage bietet sich die Untersuchung der Berichterstattung mithilfe des Content-Centricity-Ansatzes an. Dieser kombiniert die Medienresonanz – bestehend aus redaktionellen, nutzergenerierten und unternehmenseigenen Inhalten – mit der Meinungsforschung und beleuchtet das zugrunde liegende Thema somit aus vier unterschiedlichen Perspektiven.

Immer wieder gerät Volkwagen mit Rassismusvorwürfen und seiner NS-Vergangenheit ins Kreuzfeuer. Bei einer Rede vor Führungskräften im März 2020 sorgte Konzernchef Herbert Diess für Furore. Um die Bedeutung des Gewinns für das Unternehmen zu betonen, bediente er sich des Satzes „Ebit macht frei“, der stark an den KZ-Schriftzug „Arbeit macht frei“ erinnert.

Diess entschuldigte sich nach öffentlicher Kritik und bezeichnete den Vorfall als „unglückliche Wortwahl“. VW verwies anschließend darauf, dass der Konzern auch wegen der eigenen Historie rund um Zwangsarbeit seit Jahrzehnten Erinnerungsarbeit rund um die nationalsozialistische Diktatur leiste. Daraufhin titelte RP Online: „Herbert Diess ist als VW-Chef untragbar“ und ordnete die Rede des CEO in eine ganze Reihe von Fehltritten als Vorstandsvorsitzender ein.

Der nächste Stein des Anstoßes war ein rassistischer Werbe-Clip auf Instagram im Mai. […]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der Januar-Ausgabe des prmagazins, wie Volkswagen im Verlauf des Jahres immer wieder in die Schlagzeilen geriet, wie das Unternehmen mit der Kritik umging und was die Nutzer von Online- und sozialen Medien an der Krisen-PR von VW besonders störte.

Die prmagazin-Ausgabe 01/2021 – darin unter anderem:

Der Ingenieur:
Die Aufbauarbeit bei dem zusammengeflickten Energieunternehmen Uniper erweist sich für Luis Ramos als kniffliger Job.

Neue Wehleidigkeit: „Monitor“-Redaktionsleiter Georg Restle reagiert auf die Phillipika von Bayer-Kommunikator Maertin gegen politische TV-Magazine.

Ausgabe kaufen, Abo/Probeabo abschließen