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Autor

Redaktion

verfasst am

03.04.2020

im Heft

04/2020

Schlagworte

Social Web, Flugscham, Corona, Flugreisen, pressrelations, dp2research

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Ausgabe 04/2020

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Flugscham

Neues Bewusstsein


Scham allein verändert das Verhalten nicht: 74 Prozent der vor der Corona-Krise Befragten
wollten 2020 trotz Klimadebatte ähnlich häufig das Flugzeug benutzen wie im Vorjahr.


Im Social Web ist seit Herbst 2019 immer häufiger von „Flugscham“ die Rede. Der Neologismus ist zur Grundlage einer Debatte über die negativen Auswirkungen von Flugreisen geworden. Beeinflusst diese das tatsächliche Flugverhalten der Menschen? Das hat pressrelations zusammen mit dem Marktforscher dp2research für das prmagazin untersucht.


Bis zur aktuellen Corona-Krise galt: Die Menschen fliegen so viel wie nie zuvor.
Gleichzeitig sind kritische Stimmen lauter geworden, die jeden Einzelnen auffordern, sein Flugverhalten angesichts der Klimadebatte zu überdenken.

Dieser Denkprozess hat einen Namen: Flugscham. Gemeint ist: Reisende wählen einerseits das Flugzeug als Fortbewegungsmittel, obwohl sie um die negativen Auswirkungen auf das Klima wissen. Andererseits haben sie ein schlechtes Gewissen – das möglicherweise zu einer Anpassung des Verhaltens führt.

Seit einiger Zeit taucht der Begriff Flugscham vermehrt in sozialen Medien auf. Besonders auf Twitter ist das Beitragsaufkommen zu dem Thema enorm hoch. User tauschen sich darüber aus, ob sie angesichts der Umweltdebatte bei Flugreisen Scham empfinden und inwiefern die Diskussion mit dem tatsächlichen Flugverhalten übereinstimmt.

Die meisten erfassten Posts sind in englischer Sprache geschrieben, dicht gefolgt von Deutsch und Niederländisch. Auffällig ist, dass rund 3.400 Beiträge auf Niederländisch verfasst wurden, einer vergleichsweise „kleinen“ Sprache. Zum Vergleich: Die schwedischen Beiträge liegen mit etwa 1.400 Posts weit darunter.

Die Frage ist, inwiefern die öffentliche Debatte im Social Web das tatsächliche Flugverhalten beeinflusst. Das Marktforschungsunternehmen dp2research hat im Januar 2020 weltweit rund 7.000 Menschen zum Thema Flugscham befragt. Alle Daten wurden vor der Corona-Krise erhoben. [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der April-Ausgabe des prmagazins, wie stark ausgeprägt das Schamgefühl bei Flugreisen im internationalen Vergleich ist, inwiefern und aus welchen Motiven die Bürger bereit wären, auf Flugreisen zu verzichten, und welche Folgen die Corona-Krise für das Thema haben könnte.

Die prmagazin-Ausgabe 04/2020 – darin unter anderem:

"Wie ein Flugzeug, das nicht landen kann": Holger Wormer von der TU Dortmund über Medien und Kommunikation in der Corona-Krise.

Bilanzpressekonferenzen 2020: Ab März verlegten Unternehmen ihre Jahres-PKs reihenweise ins Netz. Eine Blaupause für die Zeit nach der Krise?

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