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verfasst am

10.05.2019

im Heft

05/2019

Schlagworte

Online-Medien, Leseverhalten, Langzeitanalyse, pressrelations

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Ausgabe 05/2019

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Online-Leseverhalten

Long? Do read!

In der Länge liegt die Würze – zumindest für Internet-User und Suchmaschinen. Dass die Texte in Online-Medien zwar umfangreicher, aber dadurch nicht unbedingt langatmig werden, zeigt eine Langzeitauswertung deutscher Online-Leitmedien von pressrelations für das prmagazin.


„too long; didn’t read“? Von wegen! Online-Artikel sind im Schnitt länger geworden – dem Interesse der User tut das keinen Abbruch, zeigt die Langzeitanalyse von 2007 bis 2019.


K
urz und knackig war das Motto der Digitalkonferenz re:publica19: tl;dr. Die Abkürzung für „too long; didn’t read“ ist der Hinweis darauf, dass lange Texte im Internet kaum eine Chance haben, gelesen zu werden. Diese Annahme deckt sich nicht mit den Erkenntnissen aus der Langzeitbeobachtung zum Leseverhalten im Internet, für die pressrelations die Entwicklung in den vergangenen zwölf Jahren analysiert hat – also dem Zeitraum, in dem sich die re:publica am Markt etabliert hat. 

Auffälligstes Ergebnis der Auswertung von knapp 20.000 Online-Artikeln, die zwischen 2012 und 2019 erschienen sind: Die Texte sind länger geworden. Die durchschnittliche Zeichenzahl stieg von 514,4 im Jahr 2007 auf 722,6 im Jahr 2019. 

Was bei nachrichtenstarken und textlastigen Medien wie faz.net und handelsblatt.com nicht wundert, zeigt sich auch im Zeitschriften- und Boulevardsegment. Allen voran kratzt stern.de 2019 an der 1.000-Zeichen-Marke. Selbst bei bild.de, genremäßig verpflichtet, textarm, fotolastig und reißerisch maximale Aufmerksamkeit zu erzeugen, stieg die Zeichenzahl je Artikel von 133 (2007) auf 547 Zeichen (2019).

Parallel nahm mit der zunehmenden Verfügbarkeit des mobilen Internets über Smartphones und Apps die Zahl der Visits von etwa 15 Millionen (2007) auf mehr als 115 Millionen (2018) zu. Die Stagnation der durchschnittlichen Visits seit vorigem Jahr lässt sich unter anderem mit dem Einzug von Paywalls und anderer Bezahlmodelle der Verlage erklären (wobei sich die Kombination aus Bezahl- und Abomodellen von Verlag zu Verlag unterscheidet). [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der Mai-Ausgabe des prmagazins, wie sich die neu- oder wiedergewonnene Liebe zum Wort und zum ausführlichen Lesen in Online-Medien erklären lässt – und warum eine goldene Formel für den perfekten Blog-Post oder optimalen Online-Artikel trotzdem nicht existiert.


Die prmagazin-Ausgabe 05/2019 – darin unter anderem:

Der Zehnkämpfer: PR-Allrounder Thorsten Möllmann muss bei dem Zulieferer die Wende zu E-Mobilität und Industrie 4.0 erklären.

Klarheit und Konsequenz: Wie können PR-Networks erfolgreich sein? Vier Thesen von GPRA-Präsidentin Christiane Schulz zur #AgenturderZukunft.

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