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Autor

Redaktion

verfasst am

09.09.2019

im Heft

09/2019

Schlagworte

Tourismus, Instagramability

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Ausgabe 09/2019

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Tourismus > Instagramability

Kaputt fotografiert


User sorgen mit Hashtags für hohe Sichtbarkeit von Reisezielen. Doch Sehnsuchtsorte, tatsächlich gewählte Ziele und Instagramability korrelieren nicht zwangsläufig.


Am Lago di Braies treten sich Touristen auf den Spuren der Instagramer auf die Füße, um sich vor den Gipfeln der Dolomiten abzulichten – ein eindrückliches Beispiel für die Folgen der Instagramability von Reisezielen. pressrelations hat für das prmagazin genauer analysiert, wie visuelle Präsenz im Netz und Beliebtheit von Destinationen zusammenhängen.


Jüngere Touristen mit Smartphone im Anschlag
sowie Kleider- und Accessoire-Auswahl im Rucksack gehen im Urlaub vorzugsweise auf Bilderjagd. 40 Prozent der 18- bis 33-Jährigen wählen laut einer Analyse des britischen Versicherers Schofield Insurance ihr Reiseziel nach der sogenannten „Instagramability“ aus. 

Hallstatt in Österreich, balinesische Tempel oder die „Trolltunga“ in Norwegen sind solche Orte, die auf dem Fotokanal Instagram besonders attraktiv wirken. Doch wer gerade vor einer solchen Sehenswürdigkeit posiert, sollte besser nicht in die andere Richtung fotografieren: Dort stehen die Wartenden bereits Schlange.

Instagram bietet Chancen für den Tourismus. Atemberaubende Posts bringen den Reiseverkehr in Schwung. Ästhetische Fotos von Influencern, die vorzugsweise unbekannte Orte und ihren Fans neuen Content zeigen wollen, erzielen viele Interaktionen und hohe Reichweite. 

Beiträge von attraktiven Orten erreichen vor allem jüngere Reisende, die mit Offline-Werbung nichts anfangen können. Auch Gäste aus dem Ausland schauen vor einem Deutschland-Besuch im Web nach Sehenswürdigkeiten. 85 Prozent der internationalen Touristen sind es laut der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). 

Die Reisebranche setzt zunehmend auf Sponsored Posts sowie die Instagramability von Orten und finanziert Influencer für ihre Beiträge – nicht nur auf Instagram. Reiseveranstalter und einzelne Bundesländer zahlen für Auftrags-Postings drei- bis vierstellige Beträge.

Nicht nur professionelle Instagramer, sondern auch nicht kommerzielle User sorgen mit Hashtags für hohe Sichtbarkeit und einen unerwarteten Aufschwung von Reisezielen. Beispiel: die Bonner Kirschblüte. Eine junge Koreanerin verkündete einer Ladenbesitzerin in der Bonner Heerstraße: „Jeder in meiner Generation kennt diese Straße.“ Geo-Tagging auf Instagram und Verweise in Printmedien tun bei der Ansprache potenzieller Reisender kanalübergreifend das ihrige: 39,5 Prozent der Artikel in Anzeigenblättern und 20,1 Prozent der Beiträge in der Publikumspresse verweisen auf Instagram. [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in unserer August-Ausgabe, wieso Sehnsuchtsorte, tatsächlich gewählte Ziele und Instagramability nicht zwangsläufig korrelieren und welche Konsequenzen optische Attraktivität im Internet für Reiseziele haben kann.

Die prmagazin-Ausgabe 09/2019 – darin unter anderem:

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