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Autor

Redaktion

verfasst am

10.12.2019

im Heft

12/2019

Schlagworte

Dieselskandal, Dieselgate, Volkswagen, Langzeitstudie, pressrelations

Das aktuelle Heft
Ausgabe 12/2019

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Abos und Einzelhefte

Dieselskandal-Langzeitanalyse

Aus dem Staub gemacht


Seit Bekanntwerden des Dieselbetrugs steht VW im Fokus der Medien. Mit der Zeit hat der Konzern es aber geschafft, die Aufmerksamkeit von dem Skandal auf das Zukunftsthema E-Mobilität zu lenken.


Wie hat sich die Berichterstattung rund um den Dieselskandal in deutschen und US-Medien entwickelt, und welche Themenfelder spielten dabei eine wichtige Rolle? Das hat pressrelations für das prmagazin in einer Langzeitstudie untersucht.

Dieselskandal, CO2-Grenzwerte, Energiewende, E-Revolution und zuletzt schwächelnde globale Absatzzahlen – die Autoindustrie kommt nicht zur Ruhe. Die deutschen Hersteller stecken im Umbruch und steuern auf einen Paradigmenwechsel zu: weg vom Verbrennungsmotor, hin zur Elektromobilität. 

Der Abgasskandal brachte eine heftige gesellschafts- und umweltpolitische Debatte ins Rollen und erschütterte den Glauben vieler Autokunden daran, dass ihr Diesel eine zumindest halbwegs saubere Angelegenheit sei. Eine Frage tritt dabei aus dem Dieseldunst hervor: Wie wird die Automobilindustrie der Zukunft aussehen? 

In einer Langzeitstudie hat pressrelations für das prmagazin untersucht, wie sich die Berichterstattung rund um den Dieselskandal in deutschen und US-Medien entwickelt hat und welche Themenfelder dabei eine wichtige Rolle spielten. Neun Automarken gingen ins Rennen, darunter sechs deutsche und drei US-amerikanische. 

Die Analyse zeigt: Obwohl Volkswagen seit Bekanntwerden der Manipulationsvorwürfe im Herbst 2015 im Kreuzfeuer der medialen Aufmerksamkeit stand, gelang es dem Unternehmen wie keinem anderen, in den Folgejahren ein zentrales Zukunftsthema zu besetzen: E-Mobilität. 

Schauplatz USA, die Keimzelle des VW-Dieselskandals: Schlug die Affäre rund um die illegal verbaute Abschalttechnik in US-Medien zu Beginn noch hohe Wellen, ebbte das Interesse schon bald wieder ab. Ein Grund: das prompte Schuldeingeständnis der Wolfsburger und die schnelle Einigung auf Entschädigung für die rund 500.000 betroffenen US-Kunden. Damit konnte der Konzern die Rechtsstreitigkeiten zügig beilegen und Schlagzeilen vermeiden. Intensiver als mit VW beschäftigten sich die US-Medien hingegen mit landeseigenen Marken wie Ford und Chevrolet.

Deutsche Medien schenkten dem Dieselskandal weitaus mehr Beachtung. Obwohl die Reichweiten der untersuchten US-Medien höher sind, erzielten hiesige Titel drei Viertel der Gesamtreichweite. Nachdem die Vorwürfe in den USA bekannt geworden waren, nahm der Skandal in Deutschland erst richtig Fahrt auf. Neben VW sind auch die Töchter Audi, Škoda und Porsche von Rückrufen und Manipulationen betroffen. 

Nach und nach wurde das gesamte Ausmaß der Affäre deutlich. Mercedes, Opel und BMW gerieten ebenfalls in den Verdacht, mit verbotener Software getrickst und sich damit Zulassungen erschlichen zu haben. In Deutschland kratzte das an der Glaubwürdigkeit der ganzen Branche. [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der Dezember-Ausgabe des prmagazins, welche Automobilhersteller die Bürger in Deutschland laut Civey-Bevölkerungsumfrage mit dem Dieselskandal in Verbindung bringen und wie es der Branche gelang, die Aufmerksamkeit der Medien schrittweise auf das Zukunftsthema Elektromobilität zu lenken.

Die prmagazin-Ausgabe 12/2019 – darin unter anderem:

Der Storyteller: Gerd Koslowski erklärt beim Düsseldorfer Handelskonzern Metro die Auflösung eines Konglomerats – ganz ohne Hexenwerk.

Unternehmens-Purpose: Bullshit oder Bingo? Bloß ein Buzzword oder echter Trend? Wie sich PR-Profis dem Thema nähern sollten.

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