Detailinformationen

Autor

Redaktion

verfasst am

09.05.2018

im Heft

05/2018

Das aktuelle Heft
Ausgabe 05/2018

Zum Inhalt

Zum E-Paper

Abos und Einzelhefte

Volkswagen

Geteiltes Echo


Die Welt zeigte sich zum Thema Vorstandsumbau besonders rührig. Hier ein Beitrag vom 12. April 2018.


Im April überraschte Volkswagen mit einem Vorstandsumbau. Wie die deutschen Leitmedien den neuen CEO Herbert Diess und die übrigen Top-Manager sehen, hat Linkfluence für das prmagazin qualitativ ausgewertet.

Es roch nach „Abschuss“ (SZ, 12. April), nach einem „Königsmord von Shakespearescher Dramatik“ (FAZ, 14. April). Der plötzliche Abgang von Michael Müller als Vorstandsvorsitzender von Volkswagen zog einiges an kritischen Tönen nach sich. Die Rheinische Post (13. April) titelte: „Der größte Umbruch der VW-Geschichte“ und stellte fest: „Die Nachricht kam so überraschend, dass selbst hochrangige Manager davon teilweise aus den Medien erfuhren.“

Insbesondere CEO Müller und Personalvorstand Karlheinz Blessing seien unter unwürdigen Umständen „abserviert“ worden, kritisierte das Handelsblatt (13. April): „So unwürdig, dass nach Handelsblatt-Informationen nun auch Einkaufsvorstand Francisco Javier Garcia Sanz zurücktreten wird. Er wolle mit der neuen Führung nicht zusammenarbeiten, heißt es in Konzernkreisen.“

Besonders stark in der Schusslinie stand der neue Personalvorstand Gunnar Kilian. Der Medientenor: Der enge Vertraute, ehemalige Pressesprecher von Betriebsratschef Bernd Osterloh und Generalsekretär des Gesamtbetriebsrats sei im Gegenzug für die Zustimmung der Arbeitnehmervertreter zu Herbert Diess befördert worden.

Während Die Welt (14. April) von der „bitteren Pille“ für Diess und vom „Gegenspieler im Vorstand“ sprach, gab VW Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch dem neuen Personalvorstand Rückendeckung, wie die Süddeutsche Zeitung (14. April) berichtete: „Ob diese Nähe nicht problematisch sei, wird Pötsch gefragt. ‚Herr Doktor Piëch‘ habe Kilian einst zum Leiter seines Büros gemacht, antwortet Pötsch. Kilian habe also erwiesenermaßen große Sachkunde. ‚Absolut überzeugt‘ sei der Aufsichtsrat, dass er ‚das neue Rollenspiel‘ hinbekomme.“

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (15. April) sprach Kilian die Qualifikation für den neuen Posten rundweg ab: Er sei ein „gelernter Lokaljournalist, der keinerlei formale Expertise für den Spitzenjob aufweisen kann“. Dagegen sei er „in Intrigen und Machtspielen aber überaus versiert“. Kilian zeichne ein „geschmeidiges Verhältnis zur Wahrheit“ aus, und er sei „bestens vernetzt in sozialdemokratischen Hinterzimmern“.

Dieser Text ist ein Auszug. Wie der neue Volkswagen-CEO Herbert Diess und die übrigen Vorstandsmitglieder in den Medien wegkommen, lesen Sie in der Mai-Ausgabe des prmagazins.


Die Mai-Ausgabe 2018 ist da. Darin unter anderem:

Ground Control: Seit Andreas Lampersbach bei dem Rückversicherer
Munich Re im Amt ist, geht es bodenständiger zu in München.

Corporate Influencer: Die eigenen Mitarbeiter sind die besseren Markenbotschafter im Netz. Wie man sie findet und führt.

Ausgabe kaufen, Abo/Probeabo abschließen oder E-Paper anfordern

Aktuelle Kommentare zu diesem Beitrag

Noch keine Kommentare.

Kommentare werden moderiert.

Kommentar verfassen

Adding an entry to the guestbook

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spam-Abwehr.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.