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Emilio Galli-Zugaro

Gründer Orvieto Academy for Communicative Leadership

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02/2018

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Standpunkt

Lernen, lernen, lernen!


Sie müssen zuhören statt verlautbaren, Glaubwürdigkeit (wieder-)herstellen, in einer vielstimmigen Welt die Unternehmensstrategie vermitteln – und dabei die Ansprüche ermächtigter Stakeholder im Blick haben: Die Kommunikatoren von morgen brauchen viele neue Fähigkeiten, meint Emilio Galli-Zugaro, Gründer der Orvieto Academy for Communicative Leadership und davor mehr als zwei Jahrzehnte Kommunikationschef der Allianz.


Gestern. Journalist, Verbandsfunktionär, Politiker: Kommunikationschefs wurden in den vergangenen Jahrzehnten vor allem aus diesen Berufen rekrutiert.
Um das Wohlwollen der Politik und der Medien zu sichern, bedurfte es Insider, die die Schreibtischseite wechselten und genügend Empathie für beide Lager aufbringen konnten, typische Machtmakler und Türwächter oder, etwas schicker, Gatekeeper zwischen dem Unternehmen und der Außenwelt.

Heute ist die Situation eine andere: Es wird zunehmend von den Kommunikationsverantwortlichen gefordert, „gute Manager“ zu sein, und damit sind weitere Aufgaben verbunden: Die Teams sind größer geworden und wollen professionell geführt und entwickelt werden.

Die Teams müssen kleiner und der Abbau will geräuschlos über die Bühne gebracht werden. Zugleich werden die Ressourcen effizienter eingesetzt als in der Vergangenheit. Manager müssen permanent Rechenschaft ablegen und ihre Budgets smart nutzen können.

Im Übrigen gilt es, Kapitalmarktregeln zu befolgen, man sollte compliance-geprüft sein und immer im Einklang mit der Rechtsabteilung, wenn es um Statements und deren Haftungsimplikationen geht. Und nicht zuletzt müssen die Menschen in den sich verändernden Arbeitsumfeldern geführt und entwickelt werden.

Was morgen im Berufsbild der Unternehmenskommunikation gefragt ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Es gibt aber ein paar schlüssige Indizien: Betrachtet man die Inhalte, die heute schon den Tagesablauf der Kommunikatoren bestimmen, lässt sich ablesen, in welche Richtung die Karawane zieht. Wenn man analysiert, wie es um die Glaubwürdigkeit von Unternehmen als Quellen steht und welche Spielräume den Kommunikatoren bleiben, erhält man weitere Hinweise.

Wenn man berücksichtigt, dass die Gatekeeper-Funktion an Bedeutung verliert, weil jeder Einzelne via Smartphone und Social Media selbst zum Medium und Multiplikator wird, dann lassen sich durchaus Annahmen über die künftige kommunikative Ausstattung von Unternehmen und deren Stakeholdern treffen.

Wenn man darüber hinaus die strategischen Herausforderungen der Unternehmen betrachtet – Digitalisierung, Innovation, Akzeptanz von Wachstum und der Sinnhaftigkeit des Unternehmens („Wozu soll es Euch denn geben? Was bringt Ihr der Gesellschaft?“), dann bekommt man einen Vorgeschmackauf die Welt von morgen. [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Den kompletten "Standpunkt" von Emilio Galli-Zugaro lesen Sie in unserer Februar-Ausgabe.

Die Februar-Ausgabe des prmagazins ist da. Darin unter anderem:

Die Modernisierer: Dominik Lamminger entstaubt die Kommunikation des Bundesverbands Öffentlicher Banken (vöb). 

Standpunkt: Emilio Galli-Zugaro, Gründer der Orvieto Academy und langjähriger Allianz-Kommunikator, über den Kommunikationschef der Zukunft.

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