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prmagazin

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02/2016

Pressestellentest: Automobilindustrie

Stahlbad Krise

Der Skandal um manipulierte Dieselmotoren ist nicht nur ein Volkswagen-Problem. Auch der Dieselmotor selbst wurde zum Gegenstand medialer Abgesänge. Im Pressestellentest wollten wir von deutschen Autobauern wissen, wie sie das Thema einschätzen und wie sie zum Diesel derzeit gegenüber Mitarbeitern, Händlern und Kunden kommunizieren.

Die Nachricht schlug ein: Volkswagen soll bewusst Abgaswerte von Dieselmotoren manipuliert haben, um den wahren Schadstoffausstoß von Fahrzeugen zu verbergen. Auf einen Schlag stand nicht nur der Wolfsburger Autobauer am weltweiten Medienpranger, sondern viele Journalisten stempelten als Konsequenz aus der Affäre den Dieselmotor selbst als Auslaufmodell ab. Wir haben das zum Anlass genommen, im Pressestellentest die deutschen Autobauer auf die Probe zu stellen.

Den Testsieg erringt Mercedes-Benz. Sprecher Matthias Brock ist gut erreichbar und liefert vollständige, aufschlussreiche Antworten. Den Stuttgartern dicht auf den Fersen ist Volkswagen, wo Eric Felber hervorragende Arbeit leistet. Angesichts der aktuellen Krise der Wolfsburger ist der zweite Platz durchaus eine Überraschung.

Insgesamt wirken die deutschen Autobauer gut aufgestellt. Es gibt aber drei Ausfälle: Die Pressestelle des Verbands der Automobilindustrie bemüht sich einmal um Kontaktaufnahme und ist dann wie vom Erdboden verschluckt. Opel schweigt trotz einer Erinnerung beharrlich. Und Porsche scheint zwar willig, meldet sich aber erst nach Ende der Testwoche.

Wie sich die Importeure im Pressestellentest schlagen, lesen Sie in der März-Ausgabe des prmagazins.

 Die Testfragen:

1) Wie kommunizieren Sie zum Thema Diesel derzeit gegenüber Ihren Mitarbeitern (VDA: Ihren Mitgliedern)?

2) Wie kommunizieren Sie zu dem Thema gegenüber Händlern und Kunden (VDA: Medien und Öffentlichkeit)?

3) Haben die Medien aus Ihrer Sicht über die Abgasmanipulationen objektiv informiert?

4) Glauben Sie, dass Ihre Kunden das Thema über- oder unterschätzen? Und welche langfristigen Herausforderungen sehen Sie für die Reputation Ihrer Branche?

Das Pressestellenranking

Die Kriterien

Mercedes-Benz

Sehr gut: 168,5 Punkte (ungewichtet: 83)

Volkswagen

Sehr gut: 168 Punkte (ungewichtet: 80)

Ford

Sehr gut: 162 Punkte (ungewichtet: 76)

Audi

Gut: 155,5 Punkte (ungewichtet: 80)

BMW

Verbesserungswürdig: 114 Punkte (ungewichtet: 59)

Verband der Automobilindustrie

Katastrophal: 58,5 Punkte (ungewichtet: 39)

Opel

Katastrophal : 55,5 Punkte (ungewichtet: 37)

Porsche

Katastrophal: 51 Punkte (ungewichtet: 34)

Ein monatlich aktualisiertes, branchenübergreifendes Gesamtranking finden Sie unter: www.prmagazin.de/pressestellentest-gesamtranking

Den vollständigen Pressestellentest lesen Sie im Februar-Heft.

Die Februar-Ausgabe des prmagazins ist da. Hier geht es zum E-Paper.

Darin unter anderem:
● Kampf der Giganten: Vonovia und die Deutsche Wohnen liefern sich eine Medienschlacht
● Ist weniger mehr?:
Havas bündelt das PR-Geschäft – und wirft damit
Fragen auf

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