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prmagazin

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12/2014

Pressestellentest: Automobilverbände

Zwei Top, zwei Flop

Das Schlagwort E-Mobility ist in aller Munde, aber nur wenige Autofahrer steigen auf batteriebetriebene Fahrzeuge um. Die Bundesregierung will deshalb Kaufanreize schaffen. Im Pressestellentest haben wir Automobilklubs und Branchenverbände nach Fakten und Einschätzungen zur Elektromobilität in Deutschland gefragt. Das Gesamtergebnis fällt erfreulich aus.

Eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen – so lautet das Ziel der Bundesregierung für das Jahr 2020. Bis heute sind nicht einmal 20.000 Elektroautos registriert. Als größte Makel der Stromer gelten die geringe Reichweite, zu wenige Tankstationen und die hohen Anschaffungskosten. Das neue Elektromobilitätsgesetz soll den Verkauf ankurbeln: Es garantiert den Haltern elektrisch betriebener Fahrzeuge kostenlose Parkplätze und freie Fahrt auf Busspuren.

Im Pressestellentest wollten wir von einigen Branchenverbänden und Automobilklubs wissen, wie sie die Zukunft der Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge auf dem deutschen Markt einschätzen und wie eine sinnvolle Förderung der Elektromobilität aussehen könnte.

 Die Testfragen:

1) Eine ZDF-Sendung fragte vor dem Hintergrund des angeblichen Rückstands Deutschlands
beim Thema Elektromobilität: „Fährt Auto-Deutschland vor die Wand?“ Wie lautet Ihre Antwort?

2) Soll E-Mobilität politisch gefördert werden? Wenn ja: Welche Fördermodelle eignen sich? Wenn
nein: Warum nicht?

3) Wie hat sich die Nachfrage nach Fahrzeugen mit reinem Elektroantrieb im Vergleich zu Hybridfahrzeugen entwickelt? Wie sieht die Pannenstatistik bei Fahrzeugen mit Elektro- beziehungsweise Hybridantrieb aus?

4) Welchen Beitrag leistet Ihr Verband/Verein, um die Akzeptanz von Elektromobilität zu steigern?

 

Das Gesamtergebnis ist erfreulich. Die meisten Pressestellen arbeiten verlässlich und schneiden mit dem Prädikat „sehr gut“ oder „gut“ ab. Testsieger ist der Bundesverband eMobilität, dicht gefolgt vom Verkehrsclub Deutschland. Deren Sprecher hinterlassen von der Kontaktaufnahme bis zur Qualität der Auskunft einen erstklassigen Eindruck.

Böse Pannen leisten sich dagegen der Bundesverband der Autovermieter Deutschlands und der Club Mobil in Deutschland. Beide Organisationen liefern weder Antworten noch eine Begründung dafür, woran es gelegen hat. So steht unterm Strich die Wertung „katastrophal“.

Das Pressestellenranking

Die Kriterien

Bundesverband eMobilität

Erstklassig: 181,5 Punkte (ungewichtet: 89)

Verkehrsclub Deutschland

Erstklassig: 180 Punkte (ungewichtet: 90)

Kraftfahrer-Schutz

Sehr gut: 178 Punkte (ungewichtet: 90)

Automobil-Club VerkehrSehr gut: 176,5 Punkte (ungewichtet: 87)
Auto Club EuropaSehr gut: 174 Punkte (ungewichtet: 84)
Auto- und Reiseclub DeutschlandSehr gut: 173,5 Punkte (ungewichtet: 85)
Verband der internationalen KraftfahrzeugherstellerSehr gut: 169 Punkte (ungewichtet: 86)
Automobilclub von DeutschlandSehr gut: 162 Punkte (ungewichtet: 76)
Allgemeiner Deutscher Automobil-ClubGut: 157,5 Punkte (ungewichtet: 80)
Bundesverband CarSharingGut: 148,5 Punkte (ungewichtet: 69)
Verband der AutomobilindustrieAkzeptabel: 126,5 Punkte (ungewichtet: 73)
Bruderhilfe Automobil- und VerkehrssicherheitsclubReformbedürftig: 60 Punkte (ungewichtet: 33)
Bundesverband der Autovermieter DeutschlandsKatastrophal: 57 Punkte (ungewichtet: 38)
Mobil in DeutschlandKatastrophal: 30 Punkte (ungewichtet: 20)

Den vollständigen Pressestellentest lesen Sie im Dezember-Heft.

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