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prmagazin

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im Heft

12/2014

Pressestellentest: Automobilverbände

Antworten von Automobil-Club Verkehr

1) Deutschland gehört durchaus nicht zu den führenden Ländern für Elektromobilität. Die Zulassungszahlen zeigen, dass die Verbraucher nach wie vor sehr zurückhaltend beim Kauf von Elektrofahrzeugen sind. Hinsichtlich der Zulassungszahlen bei Elektrofahrzeugen rangiert Deutschland mit großem Abstand hinter Norwegen, Niederlanden aber auch den großen Automobilnationen USA, Japan, China und Frankreich.

Die Auswertung des neuen “Index Elektromobilität” für das Quartal 3/2014 ergab jedoch, dass Deutschland im Indikator Technologie die führende Wettbewerbsposition übernimmt. Das heißt laut Index rangiert Deutschland in Hinblick auf technologische Leistungsfähigkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt erhältlicher E-Fahrzeuge ganz vorne. Die Ursache dafür liege vor allem in der Einführung Plug-In-Hybrid Fahrzeugen im oberen Fahrzeugsegment.

Der Index der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants und der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (fka) vergleicht die relative Wettbewerbsposition der sieben führenden Automobilnationen (Deutschland, Frankreich, Italien, USA, Japan, China und Südkorea) im Bereich der Elektromobilität. Dabei werden die Indikatoren Technologie, Industrie und Markt analysiert.

2) Im ersten Halbjahr des Jahres 2014 sind rund 6.000 Pkw mit Elektro- und Plug-In-Hybrid Antrieb neu zugelassen worden. Der Anteil davon, der von Privatpersonen angemeldet wurde liegt bei 20 Prozent. Derzeit sind E-Autos für fünf bis zehn Jahre von den Kfz-Steuern befreit und Dienstwagen steuerlich leichter absetzbar. Der ACV sieht darin durchaus einen Ansatz, um neue Antriebskonzepte zu fördern. Weitere mögliche Fördermaßnahmen müssen mit Experten aus Politik und Automobilindustrie diskutiert werden.

Politische Fördermodelle können aus unserer Sicht maßgeblich dazu beitragen, Kaufanreize zu erhöhen. Käufer von Autos mit erheblichen ökologischen Vorteilen sollten an anderer Stelle Nutzen daraus ziehen. Folglich begrüßt der ACV auch die Verabschiedung des Elektromobilitätsgesetzes. Allerdings wünschen wir die Vorteile, die in der Benutzung von Busspuren und zusätzlichen kostenlosen Parkplätze liegen, für überwiegend reine E-Fahrzeuge.

3) Derzeit haben wir noch keine Auswertungsmöglichkeiten, um eine Aussage die Pannenstatistik bei Fahrzeugen mit Elektro- bzw. Hybridantrieb zu treffen. Wir nehmen jedoch eine Systemänderung vor, um diese Ergebnisse künftig statistisch erfassen zu können.

4)  Der ACV setzt sich für intelligente, nachhaltige und verknüpfte Mobilität ein. Als Automobilclub nehmen wir unsere aufklärende Funktion gegenüber unseren Mitgliedern und der Öffentlichkeit wahr, um die Vorteile der nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität herauszustellen.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Ludwigshafen am Rhein führt der ACV bereits zum zweiten Mal die „ECAR-Akzeptanzstudie zur Elektromobilität“ durch, um die Haltung unserer Mitglieder gegenüber E-Mobility eruieren zu können. Die Befragung unserer Mitglieder ist Teil der Gesamtstudie. Ausgehend von den Ergebnissen, richten wir unsere Kommunikation an unsere Mitglieder aus.

In der Berichterstattung in der unserer Mitgliederzeitschrift ACV Profil nehmen Elektrofahrzeuge einen großen Anteil in der Berichterstattung ein.

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