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prmagazin

Redaktion

im Heft

12/2014

Pressestellentest: Automobilverbände

Antworten von Verkehrsclub Deutschland

1) Deutschland ist spät gestartet und hat nach wie vor einen mehrjährigen Rückstand bei Hybriden für den Massenmarkt. Volkswagen, BMW und smart haben inzwischen konkurrenzfähige batterieelektrische Autos auf den Markt gebracht. Ein E-Auto ist 10-15.000 Euro teurer als ein vergleichbarer Benziner. Der Preisunterschied erklärt sich aus den Batteriekosten. Die deutsche Industrie hat sich in den letzten Jahren aus der umweltproblematischen Batterieproduktion vollständig zurückgezogen. Für eine nachhaltige Wertschöpfung müssten Akkus auch in Deutschland gebaut werden.

2) Grundsätzlich sollte nicht eine bestimmte Technik oder ein bestimmter Antrieb gefördert werden. Also sollten E-Autos nur dann gefördert werden, wenn sie energieeffizient sind.

Ambitionierte CO2-Grenzwerte sind die beste politische Förderung für E-Autos. E-Autos gelten als Nullemissionsautos und senken dadurch den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotte, die ein Autohersteller verkauft erheblich. Die Mehrfachanrechnung von Elektroautos begünstigt E-Autos aus unserer Sicht sogar übermäßig. Für das Klima und E-Autos ist ein niedriger Grenzwert zielführender als hohe Supercredits (Mehrfachanrechnung).

Das von Verkehrsminister Dobrindt eingebrachte und zur Zeit diskutierte Elektromobilitätsgesetz (EmoG) bietet lediglich Scheinlösungen. Die Busspurnutzung von E-Autos ist kontraproduktiv. Siehe: http://www.vcd.org/fileadmin/user_upload/redakteure_2010/themen/Elektromobilitaet/VCD_Stellungnahme_EmoG_18.08.2014.pdf

ZDF/Zoom berichtet über die Busspurnutzung in Oslo. Die wird inzwischen sehr kritisch gesehen, weil der ÖPNV dadurch behindert und dadurch unpünktlich wird.

Zur Zeit sind E-Autos für 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Das ist auch gut so – bringt aber wenig. zum Vergleich: Die Kfz-Steuer für einen VW Golf 1.2 TSI beträgt 60 Euro pro Jahr.

Die Politik hat Kaufprämien für E-Autos bisher ausgeschlossen. Der VCD ist gerne bereit, sich an einer Diskussion zu beteiligen. Die Förderung eine Technik oder von Produkten sollte aufkommensneutral sein – d.h. eine Förderung müsste durch höhere Steuern für hochemittierende Fahrzeuge

3) Bei Hybridautos liegen seit Jahren sehr gute Werte für den Toyota Prius vor, das Hybridfahrzeug, das am längsten und in größter Stückzahl auf der Straße ist. Er gewann mehrere Pannenstatistiken oder Auszeichnungen beim TÜV-Report. Also sehr zuverlässig. Für batterieelektrische Daten liegen uns wegen ihrer sehr geringen Zahl keine aussagekräftigen Daten vor.

4) Wir berichten neutral. Anbei sende ich den Artikel zu Elektro-Autos in VCD Auto-Umweltliste 2014/2015. Dort sind alle Serienfahrzeuge gelistet. Wir werben dafür, dass E-Autos intensiv in Fahrzeugflotten erprobt werden. Zur Zeit geben wir keine Kaufempfehlung an  Privatpersonen.

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