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verfasst am

04.09.2018

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Pressestellentest

Viel Lärm um nichts

Die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump verunsichert die Wirtschaft. Auch die deutschen Banken tragen im Pressestellentest wenig zur Orientierung bei. Zu den Ausnahmen gehört die Commerzbank. Die Deutsche Bank liefert dagegen eine miserable Leistung ab.

Illustration: E. Zacherl/Fotolia.com

Harte Zölle hängen wie ein Damoklesschwert über der Weltwirtschaft. Neue Investitionen werden nur zögerlich angegangen. Die Pressestellen der Banken hingegen zögern kaum: Um unsere Fragen zu beantworten, greifen fast alle auf hauseigene Experten zurück. Was dabei herumkommt, enttäuscht indes in vielen Fällen. Nur wenige schaffen es, aufschlussreiche Fakten zu liefern.


Die Pressestelle der Commerzbank liefert im prmagazin-Test eine erstklassige Leistung ab und holt damit den Testsieg.




Einer, dem das gelingt, ist Bernd Reh, Pressesprecher der Commerzbank. Er vermittelt schnell und unkompliziert ein Telefonat mit Senior Economist Marco Wagner. Damit sichert er seinem Unternehmen den ersten Platz im Test. Reh hilft darüber hinaus dem Bankenverband. Normalerweise verweisen Unternehmen gern auf ihre Interessenvertretung, wenn Auskünfte zu branchenübergreifenden Themen gefordert sind. In der Finanzbranche ist es umgekehrt: Der Verband verweist auf seine Unternehmen – und schafft es so auf Platz drei. 

Zwischen Erst- und Drittplatzierten schiebt sich die HSH Nordbank. Die Pressestelle ist nicht die schnellste und liefert auch nicht die aufschlussreichsten Antworten. Aber Sprecherin Ellen Stoessinger leistet insgesamt überdurchschnittliche Arbeit – und beweist damit, dass man nicht perfekt sein muss, um im Test ganz oben mitzuspielen.

Die übrigen Banken zeigen mittelmäßige Leistungen. Sie arbeiten schnell und unkompliziert, Antworten von Experten sind auch dort an der Tagesordnung – aber diese wirken meist unmotiviert und entpuppen sich bei näherem Hinsehen als substanzarm. 

Es gibt auch Ausreißer nach unten. Die ING-DiBa zeigt, dass Inhalt am Ende der ausschlaggebende Faktor in der Pressearbeit bleibt. Daran fehlt es hier. Unterboten wird ihre Leistung nur von der Deutschen Bank. Ein zusammenhangloser Zweizeiler ist die einzige Antwort aus Frankfurt – für das größte Kreditinstitut Deutschlands ein peinlicher Auftritt. Faustregel: Wenn die Antworten kürzer sind als die Fragen, zählen sie kaum als solche.


So schnitten die Pressestellen im Test ab:

  1 – Commerzbank

  2 – HSH Nordbank

  3 – Bundesverband deutscher Banken

  4 – DZ Bank

  5 – Norddeutsche Landesbank – Girozentrale

  6 – Postbank

  7 – HypoVereinsbank

  8 – Bayerische Landesbank

  8 – Deutsche Kreditbank

10 – ING-DiBa

11 – Deutsche Bank

Hier geht es zu den Testkriterien.


Den vollständigen Pressestellentest mit allen Detailwertungen finden Sie im September 2018 im prmagazin.

Die September-Ausgabe 2018 ist da. Darin unter anderem:

Der Visionen-Verkäufer: Wie Oliver Strohbach, Europa-PR-Chef von Byton, Sympathie und Vertrauen für den chinesischen Tesla-Angreifer schaffen will.

Standpunkt: Wie Sabia Schwarzer die künftige Rolle der Kommunikation sieht und was ein Spaziergang mit Allianz-Chef Oliver Bäte damit zu tun hat.

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