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Ausgabe 05/2019

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Detailinformationen

Autor

Redaktion

verfasst am

10.05.2019

im Heft

05/2019

Schlagworte

Pressestellentest, Fluggesellschaften, TUIfly, Condor, Swiss International Airlines, Bundesverband Deutscher Fluggesellschaften, BDF, Austrian Airlines, Deutsche Lufthansa, Eurowings, Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, BDL, Deutsche Flugsicherung, DFS

Pressestellentest

Reformbedürftig


Nach zwei Abstürzen von Boeing-Maschinen sind viele Flugreisende verunsichert. Im Pressestellentest bitten wir die größten Airlines und ihre Verbände um eine Einschätzung. Die meisten Testkandidaten geben ein klägliches Bild ab – bis auf zwei.


Flug ET 302 endete an einem Sonntagmorgen, 8:45 Uhr, auf einem Feld im Niemandsland nahe der äthiopischen Kleinstadt Bishoftu. Als die Boeing 737 Max 8 auf dem Ackerboden aufschlug, waren alle Reisenden vermutlich sofort tot. Schon einige Monate zuvor war vor der indonesischen Küste eine Boeing vom selben Typ abgestürzt. Bisherigen Untersuchungen zufolge war die Ursache in beiden Fällen ein Software-Fehler.

Im Pressestellentest wollten wir von den größten Fluggesellschaften im deutschsprachigen Raum und – mit angepassten Fragen – von den deutschen Branchenverbänden wissen, wie sie zu Flugverboten nach Unfällen im Luftverkehr stehen und wie sie auf Erkenntnisse rund um die Abstürze der Boeing-Maschinen reagieren.

Der Testsieger: Aage Dünhaupt, Director Corporate Communications von TUIfly.

Man spürt deutlich, dass die Airlines das Thema so weit wie möglich von sich fernhalten wollen. „Wir haben keine Boeing 737 Max 8 in der Flotte“, lautet die häufigste Antwort. Entsprechend werde man die Anfrage nicht beantworten. Sogar die Verbände schweigen.

Diese Blockadehaltung könnte ein Fehler sein. Viele Reisende sind verunsichert und wünschen sich Klartext von einer Industrie, die „Safety first“ zu ihrem Mantra erkoren hat. Das Thema einfach wegzuschieben und nicht mal zu signalisieren, dass die Unfälle die Branche betroffen machen, wirkt abweisend und intransparent. 

Wie man es besser macht, zeigen Aage Dünhaupt von TUIfly und Magdalena Hauser von Condor. In ausführlichen Telefongesprächen ordnen sie die Unfälle ein und geben Auskunft zu ihren eigenen Strategien – obwohl auch ihre Unternehmen keine Boeing 737 Max 8 in der Flotte haben.

TUIfly korrigiert mit seinem Testsieg übrigens eindrucksvoll sein schlechtes Ergebnis im Test der Reiseveranstalter im November 2018. Damals war Sprecher Aage Dünhaupt die Anfrage zum Chaos-Sommer 2018 durchgerutscht.


Das Pressestellen-Ranking:

  1 – TUIfly

  2 – Condor

  3 - Swiss International Airlines

  4 - Bundesverband Deutscher Fluggesellschaften (BDF) 

  5 - Austrian Airlines

  5 - Deutsche Lufthansa

  7 - Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)

  8 - Deutsche Flugsicherung

Hier geht es zu den Testkriterien.


Den vollständigen Pressestellentest mit allen Detailwertungen finden Sie in der Mai-Ausgabe des prmagazins.


Die prmagazin-Ausgabe 05/2019 – darin unter anderem:

Der Zehnkämpfer: PR-Allrounder Thorsten Möllmann muss bei dem Zulieferer die Wende zu E-Mobilität und Industrie 4.0 erklären.

Klarheit und Konsequenz: Wie können PR-Networks erfolgreich sein? Vier Thesen von GPRA-Präsidentin Christiane Schulz zur #AgenturderZukunft.

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