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Autor

Redaktion

verfasst am

10.01.2021

im Heft

01/2021

Schlagworte

Pressestellentest, Großkanzleien, Noerr, Freshfields Bruckhaus Deringer, CMS Hasche Sigle, Heuking Kühn Lüer Wojtek, Hengeler Mueller, Hogan Lovells, Linklaters, Gleiss Lutz, White & Case, Clifford Chance, Taylor Wessing, Luther

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Ausgabe 01/2021

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Pressestellentest Großkanzleien

Schweigen ist Blech

(Illustration: green2/Adobe Stock)


Der Cum-ex-Skandal hat zu einem massiven Vertrauensverlust deutscher Großkanzleien geführt. Im Pressestellentest wollten wir von den Anwaltssprechern wissen, was ihre Häuser dagegen tun. Das Ergebnis ist ein kommunikatives Armutszeugnis für die Branche – bis auf wenige Lichtblicke.


Noch immer beschäftigt der Cum-ex-Skandal Medien, Wirtschaft und Gerichte. Und je länger es dauert, desto deutlicher wird: Die Vorgänge hinterlassen starke Schleifspuren am Renommee deutscher Großkanzleien. Wirtschaftsjournalisten sehen einen hohen Imageverlust, wie ein aktuelles Whitepaper mit dem Titel „Das denken Wirtschaftsjournalisten über die Reputation von Großkanzleien in Deutschland“ zeigt. Herausgegeben wurde es von Consilium Rechtskommunikation in Zusammenarbeit mit HeieckConsult.


Der Testsieger: Matthias Schulte, PR-Manager bei der Kanzlei Noerr.

Im Pressestellentest wollten wir von den zwölf umsatzstärksten Großkanzleien des Landes erfahren, wie sie die Lage rund um Cum-ex einschätzen und wie sie darauf reagieren. Schweigen ist Gold? Vielleicht vor Gericht. Im Pressestellentest führt Schweigen zu katastrophalen Ergebnissen. Die Reaktionen belegen eindrücklich die im Whitepaper aufgestellte These, dass viele Kanzleien in Passivität verharren und den Vertrauensverlust damit noch verstärken. Sieben der zwölf getesteten Kanzleien leisteten in der prmagazin-Stichprobe miserable Pressearbeit. Entweder antworteten sie gar nicht, oder sie speisten uns mit Floskeln ab. Das wirkt, als wolle man das Thema einfach aussitzen.

Wie gelungene Pressearbeit aussieht, führt Rolf Benders von Freshfields vor – die Kanzlei steht im Cum-ex-Skandal besonders im Fokus. Der Pressechef greift zum Hörer und nimmt sich viel Zeit, um die Testfragen zu beantworten. Dabei geht er durchaus selbstkritisch mit sich und seiner Branche um – ohne sich oder Kollegen klein zu machen. Im Gegenteil: Benders baut durch Ehrlichkeit und Transparenz Vertrauen wieder auf. Den Sieg allerdings holt Matthias Schulte von Noerr, weil er nicht nur ausführlich, sondern auch rasant auf die Testanfrage reagiert. Schon am Nachmittag des ersten Testtags haben wir seine ausführlichen Antworten im Postfach. Damit überholt er die Konkurrenz mit Bleifuß.

 

Das Pressestellen-Ranking:


 1 – Noerr

 2 – Freshfields Bruckhaus Dering

 3 – CMS Hasche Sigle

 4 – Heuking Kühn Lüer Wojtek

 5 – Hengeler Mueller

 6 – Hogan Lovells

 7 – Linklaters

 8 – Gleiss Lutz

 9 – White & Case

10 – Clifford Chance

11 – Taylor Wessing

12 – Luther

Details zu Testkriterien und Punktegewichtung finden Sie hier.


Dieser Text ist ein Auszug. Den vollständigen Pressestellentest mit allen Detailwertungen lesen Sie in der prmagazin-Ausgabe Januar 2021 (01/2021).

Die prmagazin-Ausgabe 01/2021 – darin unter anderem:

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