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Autor

Redaktion

verfasst am

05.07.2019

im Heft

07/2019

Schlagworte

Pressestellentest, Mineralölunternehmen, OMV, Shell, BP, Tamoil, Total, ExxonMobil, Orlen, Agip, Mineralölwirtschaftsverband, MWV, Mittelständische Energiewirtschaft, MEW, Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen, Unitii

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Ausgabe 07/2019

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Pressestellentest

Sieger ohne Gesicht

Bild: WoGi/Fotolia.com

Gibt es eine Alternative zum E-Auto, um die Klimabilanz zu verbessern? Die Mineralölkonzerne und ihre Verbände sagen: Ja. Im Pressestellentest wollen wir wissen, wie CO2-freie Mobilität noch aussehen kann. Der Gewinner überrascht mit einer Skurrilität.


Es herrscht ungewohnte Einigkeit. Die deutschen Autobauer, die Politik und große Teile der Medien scheinen sich auf den Konsens verständigt zu haben, dass man über die staatliche Förderung von Elektroautos die Klimaziele im Verkehrssektor erreichen kann. Dass es auch andere Wege geben könnte, eine CO2-freie Mobilität zu gewährleisten, ist in der Debatte kein Thema


An dieser Stelle sehen Sie normalerweise ein Foto des Testsiegers. Doch für OMV antwortet ein Anonymus.


Das hat jüngst die großen Mineralölkonzerne auf den Plan gerufen. Geschlossen forderten sie im Handelsblatt eine technologieoffene Förderung CO2-freier Mobilität. Sie wollen den Blick auf sogenannten „E-Fuel“ richten – grünen Sprit. Diese synthetischen Kraftstoffe treiben Autos komplett klima neu tral an und könnten die E-Mobilität ergänzen, betonen die Mineralölunternehmen. 

Im Pressestellentest wollten wir Details zu diesen Alternativtechnologien erfahren. Eigentlich ein Heimspiel für die Pressestellen der Unternehmen und ihre Verbände, schließlich sähen sie das Thema selbst gern stärker in den Medien. Entsprechend offen bis erfreut reagieren sie auf unsere Anfragen.

Den Testsieg holt OMV. Da wir den für Deutschland zuständigen Pressesprecher nicht erreichen können, rufen wir kurzerhand in der Konzernzentrale in Wien an – und bekommen in Rekordtempo herausragende Antworten. Skurril: Wer dafür verantwortlich zeichnet, wissen wir nicht. Der Absender bleibt anonym. Vielleicht lässt sich der Testsieg somit als Teamleistung von OMV feiern. 

Die zweite Überraschung ist das schlechte Abschneiden der Verbände. Von drei getesteten Branchenorganisationen überzeugt nur der Mineralölwirtschaftsverband. Das ist ungewöhnlich: In den bisherigen gut anderthalb Jahrzehnten Pressestellentest hat sich gezeigt, dass die Verbände auf Anfragen meist schnell und professionell reagieren. 

In der Rubrik "Pressestellentest" stellt das prmagazin seit 16 Jahren jeden Monat die Pressestellen wechselnder Branchen auf die Probe. In die Wertung fließen – unterschiedlich gewichtet – fünf Kriterien ein: Kontaktservice im Internet, Erreichbarkeit, Antwortgeschwindigkeit sowie Umfang und Qualität der Auskunft.

 

Das Pressestellen-Ranking:

  1 – OMV

  2 – Shell

  3 - BP

  4 - Mineralölwirtschaftsverband (MWV) 

  5 - Deutsche Tamoil

  6 - Total

  7 - ExxonMobil

  8 - Verband Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland (MEW)

  9 - Orlen

10 - Agip

11 - Bundesverband der mittelständischen Mineralölunternehmen (Uniti)

12 - Phillips 66

Details zu Testkriterien und Punktegewichtung finden Sie hier.


Den vollständigen Pressestellentest mit allen Detailwertungen lesen Sie in der prmagazin-Ausgabe Juli 2019 (07/2019).


Die prmagazin-Ausgabe 07/2019 – darin unter anderem:

Netzwerken ist Emanzipation: GDW-Gründerin Tijen Onaran und Bahn-Marketingchefin Antje Neubauer über Machtspiele und Geschlechter-Stereotype.

Dritter Weg: Zwischen One-Stop-Shop und Spezialdienstleister – Matthias Wesselmann skizziert einen Bauplan für die #AgenturderZukunft.

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