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11/2015

Pressestellentest: Universitäten

Offener Elfenbeinturm

Universitäten investieren viel Geld in Kommunikation – und werden trotzdem ihren Ruf nicht los, verkopft und bürgerfern zu sein. Ein provokantes Zitat in der taz liefert den Anlass, die Hochschulsprecher im Pressestellentest auf die Probe zu stellen.

Universitäten investieren viel Geld in Kommunikation – und werden trotzdem ihren Ruf nicht los, verkopft und bürgerfern zu sein. Ein provokantes Zitat in der taz liefert den Anlass, die Hochschulsprecher im Pressestellentest auf die Probe zu stellen.

Wenn Medien über Unis berichten, bemühen sie gern das Bild vom Elfenbeinturm. Ein Ort für Intellektuelle, der sich der breiten Öffentlichkeit verschließt. Der Politik scheint das seit Langem aufzustoßen. In einer wenig beachteten Klausel des Koalitionsvertrags von 2013 sprechen sich CDU und SPD für „neue Formen der Bürgerbeteiligung und der Wissenschaftskommunikation“ aus.

Folgt man Volker Meyer-Guckel müsste sich allmählich ein Erfolg einstellen. Die Kommunikationsabteilungen seien der einzige Bereich, der in den Hochschulen wirklich wachse, zitierte die taz den Vize-Generalsekretär des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. Die früheren Pressestellen würden im Internetzeitalter zu multimedialen Brückenköpfen in die Gesellschaft umgebaut, die auf vielen Kanälen unterschiedliche Zielgruppen erreichen sollen, von Kindern über Alumni bis hin zu den Bürgerforschern der neuen Citizen-Science-Bewegung. Anlass der Äußerungen: ein Treffen des Forschungsausschusses des Bundestags, der sich in einer Expertenanhörung mit dem Thema Wissenschaftskommunikation beschäftigte.

Im Pressestellentest wollten wir von den zehn deutschen Universitäten mit den meisten Studenten mehr über Zustand und Aufgaben ihrer Kommunikationsabteilungen wissen.

Man kann den Universitäten sicher manches vorwerfen – aber nicht, dass ihre Pressestellen nicht funktionieren. Zumindest klappt die Kommunikation mit dem Elfenbeinturm in unserer Stichprobe ziemlich gut. Am besten schlägt sich die Fernuniversität Hagen. Sprecherin Susanne Bossemeyer beantwortet alle Fragen direkt am Telefon. Wie in jedem Test gibt es auch Ausfälle: In München und Aachen schweigt man sich einfach aus.

 Die Testfragen:

1) Trifft die Aussage des Vize-Generalsekretärs des Stifterverbands der Deutschen Wissenschaft zu, das Einzige, was in den Hochschulen wirklich wachse, seien die Kommunikationsabteilungen?

2) Wie hat sich die Hochschulkommunikation in den vergangenen Jahren verändert, und welche Faktoren spielen dabei eine Rolle?

3) Wie sind an Ihrer Hochschule die Aufgaben der Kommunikationsabteilung genau definiert?

4) Welche Ziele haben Sie sich in der Kommunikation für das kommende Jahr gesteckt?

Das Pressestellenranking

Die Kriterien

Fernuniversität in Hagen

Erstklassig: 193 Punkte (ungewichtet: 98)

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Erstklassig: 186 Punkte (ungewichtet: 96)

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Sehr gut: 178,5 Punkte (ungewichtet: 91)

Universität zu Köln

Sehr gut: 177,5 Punkte (ungewichtet: 89)

Universität Duisburg-Essen

Sehr gut: 172 Punkte (ungewichtet: 88)

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Sehr gut: 164 Punkte (ungewichtet: 80)

Ruhr-Universität Bochum

Gut : 144,5 Punkte (ungewichtet: 78)

Universität Hamburg

Akzeptabel: 128 Punkte (ungewichtet: 72)

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen

Katastrophal: 57 Punkte (ungewichtet: 38)

Ludwig-Maximilians-Universität München

Katastrophal: 55,5 Punkte (ungewichtet: 37)

Ein monatlich aktualisiertes, branchenübergreifendes Gesamtranking finden Sie unter: www.prmagazin.de/pressestellentest-gesamtranking

Den vollständigen Pressestellentest lesen Sie im Dezember-Heft.

Die Dezember-Ausgabe des prmagazins ist da. Hier geht es zum E-Paper.

Darin unter anderem:
● „Jeder ist Kommunikator“: Sabia Schwarzer lebt bei der Allianz den Kulturwandel vor
● Nutzwert zählt:
Das sollten Sie über Wearables wissen

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