Detailinformationen

Autor

Redaktion

verfasst am

10.10.2019

im Heft

10/2019

Schlagworte

Pressestellentest, Universitätskliniken, Bluttest-Skandal, Klinikum der Medizinischen Hochschule Hannover, Klinikum der Universität München, Universitätsklinikum Aachen, Universitätsklinikum Heidelberg, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Universitätsklinikum Essen, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Universitätsklinikum Münster, Universitätsklinikum Freiburg, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum, Universitätsklinikum Köln

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Ausgabe 10/2019

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Pressestellentest

Homöopathische Kommunikation

Wissenschaftskommunikation muss komplizierte Phänomene einer breiten Öffentlichkeit verständlich machen, ohne den Boden der Wissenschaft zu verlassen. Der Heidelberger Bluttest-Skandal zeigt: Das kann gehörig danebengehen. Der Fall liefert uns den Aufhänger für einen Pressestellentest unter Deutschlands großen Universitätsklinken.

Seit Monaten beschäftigt der sogenannte Heidelberger „Bluttest-Skandal“ die Medien. Am 21. Februar hatte die Universitätsklinik Heidelberg einen neuen Bluttest zur Früherkennung von Brustkrebs präsentiert. In einem Interview der Bild-Zeitung mit dem Forscherteam wurde das Verfahren als Weltsensation dargestellt. Doch das war es gar nicht.

Der Deutsche Rat für Public Relations hat inzwischen eine Rüge ausgesprochen. Begründung: Die Präsentation des Verfahrens habe „weder in Wortwahl, Zeitpunkt und Format angemessen, noch im Hinblick auf abgeschlossene Studien und die angekündigte Marktreife der Wahrheit entsprochen“.

Der Fall illustriert die Gratwanderung, die Wissenschaftskommunikation leisten muss: zum einen so zuzuspitzen, dass ein Thema einer breiten Öffentlichkeit verständlich wird, auf der anderen Seite aber den Boden der präzisen Wissenschaftlichkeit nicht zu verlassen. Im Pressestellentest wollten wir von Deutschlands größten Universitätskliniken wissen, wie sie diesen Spagat im Alltag meistern. 

Die Antworten der Testkandidaten enttäuschen. Viele Unikliniken geben sich wortkarg. Die wenigsten Pressestellen machen sich die Mühe, wirklich ausführlich über die besonderen Herausforderungen ihrer Kommunikationsarbeit zu reflektieren. Ergebnis: Sieben von 13 getesteten Pressestellen landen im roten Bereich. 

Es gibt aber auch Ausnahmen. Stefan Zorn, Leiter Kommunikation der medizinischen Hochschule Hannover, nimmt sich umgehend Zeit für ein halbstündiges Telefonat, in dem er ins Philosophieren kommt. Ein verdienter Testsieg. Wie man es nicht macht, zeigt die Uniklinik Köln. Nach einem schroffen Erstkontakt meldet sich einfach niemand mehr.

Die prmagazin-Ausgabe 10/2019 – darin unter anderem:

Die Standhafte: Stefanie Hansen hat sich bei dem Mineralölkonzern BP Europa in zwanzig Jahren an die Spitze gearbeitet.

KI-Trenderkennung: Auch klassische Medienbeobachter nutzen verstärkt intelligente Crawler und Trendanalyse-Tools mit Künstlicher Intelligenz.

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